Nur 4,5 Prozent der Kärntner Betriebe haben Klimaanlage

Pia Prodinger
Wärmepumpe nutzt Wasser aus 20m Tiefe für Hotel in Österreich
© Mit KI (Gemini) generiert

Während Klimaanlagen in vielen Urlaubsregionen Standard sind, bilden sie in Kärntner Beherbergungsbetrieben weiterhin die Ausnahme. Lediglich 4,5 Prozent aller Betriebe verfügen über eine entsprechende Ausstattung, so der ORF.

Hitzewellen werden länger, die Sommer heißer und tropische Nächte mit mehr als 20 Grad häufiger. Für viele Urlauber gehört ein kühles Zimmer nach einem heißen Tag mittlerweile zum Standard, wie eine Umfrage ergab. In Kärnten sind Klimaanlagen in Hotels jedoch noch immer selten anzutreffen.

Katrin Schrammel von der Kärnten Werbung beziffert den Anteil auf rund 4,5 Prozent aller Beherbergungsbetriebe im Bundesland. Bei Hotels allein liegt der Wert bei zehn Prozent.

Investition in die Wettbewerbsfähigkeit

Der Wallerwirt am Wörthersee hat rund 250.000 Euro in die Ausstattung seiner Zimmer mit Klimaanlagen investiert. Hoteldirektor Roland Hirtenfelder bezeichnet die Entscheidung als notwendig, um konkurrenzfähig zu bleiben. Ohne Klimaanlage würde das Haus am See nicht mehr gebucht und nicht mehr wahrgenommen werden, so Hirtenfelder. Die Investition sei eine für die Zukunft, begleitet von weiteren Maßnahmen wie Photovoltaik.

Alternative mit Seewasser

Wenige Kilometer entfernt nutzt das Hotel Werzers eine andere Lösung. Dort kommt ein Free Cooling System zum Einsatz, eine besonders energieschonende Variante. Aus 20 Meter Tiefe wird Seewasser in ein Register gepumpt und damit das gesamte Haus gekühlt. Für die Kühlleistung selbst falle kein Stromverbrauch an, erklärt Direktor Hirtenfelder.

Die Beispiele zeigen, dass sich auch Kärntens Hotellerie an die steigenden Temperaturen anpassen muss, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3363721/

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