NXP bringt kostengünstige Radio-Plattform für Entwickler

Mona HopfingerMona Hopfinger
LA9310 Chip auf Platine mit Industrie- und Wissenschaftssymbolen und Diagramm.
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Halbleiterhersteller NXP hat eine neue Software Defined Radio Plattform vorgestellt. Die Lösung soll Entwicklungskosten senken und Innovationen in Industrie und Forschung erleichtern.

NXP hat gemeinsam mit gemeinschaftsgetriebenen Initiativen eine Software Defined Radio (SDR) Plattform entwickelt. Die Technologie richtet sich an Industrie und Wissenschaft und soll die Entwicklung neuer Produkte und Innovationen ermöglichen. Das Ziel ist, Entwicklungs-Hardware erschwinglich zu machen und durch Softwarezentrierung einfacher nutzbar zu gestalten.

Hohe Einstiegshürden für Entwickler

Die Entwicklung neuer Hard- und Software stellt besonders für Akteure ohne große Ressourcen oder Branchenkontakte eine Herausforderung dar. Die zunehmende Komplexität von Hardware und Software erschwert den Einstieg zusätzlich. Während die Industrie mit Referenzdesign-Kits und Single Board Computern reagiert, fehlt im komplexen Telekommunikationsbereich oft eine flexible Lösung.

Diese Lücke soll die Software Defined Radio (SDR)-Plattform LA9310 von NXP schließen: FPGA-frei, kostengünstig und hoch flexibel wiederkonfigurierbar. Vergleichbare SDR-Modems kosten laut NXP oft das Vier- bis Fünffache, manche sogar das Zwanzigfache.

Technische Details und Architektur

Die Architektur erklärt Harsha Master, Principal Systems Architect bei NXP: Die Plattform kombiniert den programmierbaren Basisbandprozessor LA9310 mit dem Host-Prozessor i.MX 8M Plus, der für Stabilität sorgt. Tochterplatinen erlauben Erweiterungen um analoges Baseband, drahtlose Protokolle oder Messfunktionen.

Wim Rouwet, Distinguished Member of Technical Staff bei NXP, betont die breite Unterstützung von Open-Source-Initiativen – darunter 5G-Stacks wie OpenAirInterface oder srsRAN. Start-ups, Wissenschaft und interne Teams profitieren gleichermaßen.

Der LA9310 punktet als effizienter, kostengünstiger Basisbandprozessor ohne Exportbeschränkungen, während der i.MX 8M Plus mit vier Kernen, TSN-Endpunkt und Hardwarebeschleunigern für AI/ML aufwartet. Der SN220 sorgt zusätzlich für eSIM-Funktionalität.

Zusammenarbeit und Verfügbarkeit

NXP arbeitet für das Projekt mit dem externen Partner RFNM zusammen, der die Boards baut und Bestellungen entgegennimmt. Die Plattform ist offen gestaltet, BSPs und Treiber sind veröffentlicht.

Für die Zukunft plant NXP weitere Kundenprojekte und eine Skalierung der Plattform mit mehr Bandbreite und Rechenleistung. Eventuell ist auch ein Crowdfunding für eine größere Version geplant.

Unterstützt wird das Projekt von NXP Long Term Innovation, umgesetzt vom Industrial Innovation Board. Harsha Master, Principal Systems Architect bei NXP, fokussiert sich auf Industrie 4.0 und 5G/6G-Innovationen; Wim Rouwet, Distinguished Member of Technical Staff, ist Spezialist für 4G/5G und drahtlose Infrastruktur.

Quelle: https://www.nxp.com/company/about-nxp/smarter-world-blog/BL-SOFTWARE-DEFINED-RADIO-TEST

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