Obduktionen nach tödlicher Attacke in Friesach angeordnet

Pia Prodinger
Polizistin mit Blaulicht am Streifenwagen in Österreich
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

Nach einer Gewalttat in Friesach im Bezirk St. Veit an der Glan hat die Staatsanwaltschaft Obduktionen angeordnet. Ein 27-Jähriger hatte seine frühere Partnerin mit einer Axt angegriffen und deren neuen Partner getötet, bevor er selbst Suizid beging.

Die Staatsanwaltschaft hat nach der Gewalttat in Friesach Obduktionen sowohl des Todesopfers als auch des mutmaßlichen Täters angeordnet. Das bestätigte Staatsanwaltschaftssprecher Markus Kitz am Mittwoch. Die Untersuchungen sollen helfen, den genauen Ablauf des Geschehens zu rekonstruieren.

Der Tatverdächtige verschaffte sich in der Nacht auf Dienstag mit einem Schlüssel Zugang zur Wohnung seiner ehemaligen Partnerin. Als die 30-Jährige erwachte und nachsehen wollte, griff der Mann sie unmittelbar mit einer Axt an. Die Frau erlitt schwere Verletzungen, konnte sich jedoch in Sicherheit bringen und die Polizei alarmieren.

Tragische Eskalation

ragische EskalationIn der Zwischenzeit attackierte der 27-Jährige auch den neuen Lebensgefährten der Frau, einen 29-Jährigen, mit der Axt und tötete ihn. Anschließend fuhr der Angreifer mit dem Fahrzeug der Frau über die S37 in Richtung Klagenfurt. Auf Höhe von St. Veit beging er bei einem Verkehrsunfall Suizid.

Während der Tat hielten sich zwei Kinder in der Wohnung auf. Die Staatsanwaltschaft machte keine Angaben zu deren Alter oder den verwandtschaftlichen Beziehungen. Auch dazu, ob der mutmaßliche Täter bereits polizeilich bekannt war, wurden keine Informationen veröffentlicht.

Die Kärntner Polizei steht als Ansprechpartner für Personen zur Verfügung, die Gewalt wahrnehmen oder selbst betroffen sind. Der Polizei-Notruf ist unter 133 jederzeit erreichbar. Die Kriminalprävention des Landeskriminalamtes Kärnten bietet persönliche Beratungen unter der Hotline 059-133 an. Weitere Hilfsangebote: Frauenhelpline 0800-222-555, Gewaltschutzzentrum Kärnten 0463 590 290, Opfer-Notruf 0800-112-112, 24-Stunden Frauennotruf 01-71719.

Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums unter www.suizid-praevention.gv.at. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenfrei unter 142 erreichbar. Informationen für Jugendliche gibt es unter www.bittelebe.at.

Quelle: APA

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