Oberösterreich startet Ausschreibung für Krisenmanagement-Software

Das Land Oberösterreich hat die Ausschreibung für eine neue Krisenmanagement-Software gestartet. Einsatzorganisationen, Gemeinden und Bezirksbehörden sollen künftig über eine gemeinsame digitale Plattform zusammenarbeiten.
Am Donnerstag fiel der Startschuss für die Ausschreibung einer neuen Krisenmanagement-Software samt digitalem Landeslagezentrum. Einsatzorganisationen, Gemeinden, Bezirkshauptmannschaften und das Land sollen damit auf einer gemeinsamen Plattform arbeiten können. Vergangene Woche hatte die Landesregierung bereits das neue Landes-Feuerwehrzentrum in St. Marien beschlossen.
„Im Ernstfall zählt jede Minute. Entscheidend ist, dass alle Einsatzkräfte und Behörden rasch über dieselben Informationen verfügen und bestmöglich zusammenarbeiten können“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer. Mit dem digitalen Landeslagezentrum würden die Voraussetzungen dafür geschaffen.
Über 20 Jahre altes System
Die neue Software löst das über 20 Jahre alte System DigiKAT ab. Sie dient künftig als zentrale Plattform für Krisen- und Katastrophenmanagement. Vom Einsatzort über Gemeinden und Bezirke bis zum Landeskrisenstab sollen Informationen rasch und verlustfrei fließen.
Alle zuständigen Stellen erhalten ein Lagebild in Echtzeit und können schneller reagieren. Informationen werden zentral erfasst, Maßnahmen koordiniert und Einsätze dokumentiert. Mehrfache Dateneingaben und unnötige Informationswege entfallen. Das System unterstützt zudem Katastrophenschutzübungen, Schulungen und Einsatzplanung.
100 Millionen Euro für Feuerwehrzentrum
Parallel zur Digitalisierung investiert das Land in die Infrastruktur. Für das neue Landes-Feuerwehrzentrum in St. Marien sind rund 100 Millionen Euro vorgesehen. „Unsere rund 95.000 Feuerwehrmitglieder sind eine tragende Säule der Sicherheit in Oberösterreich“, betont Stelzer. Sie verdienten die beste Ausbildung, moderne Ausrüstung und verlässliche Infrastruktur.
Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Landesrätin Michaela Langer-Weninger sieht einen wichtigen Schritt: „Ziel ist es, unsere Einsatzkräfte und Behörden noch besser zu vernetzen, Informationen rascher verfügbar zu machen und im Krisenfall eine effiziente Einsatzführung zu ermöglichen.“
Landes-Feuerwehrkommandant Robert Mayer spricht von einem zukunftsorientierten und beispielgebenden Weg. Die digitale Anwendung eröffne neue Chancen in der Vorbereitung und Bewältigung immer herausfordernder werdender Einsatzszenarien.
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