Oberwart warnt vor LKW-Maut auf Landesstraßen

Mathias FischerMathias Fischer
Bürgermeister Stefan Kölbl im Büro der Stadt Oberwart mit Fahne und Computern
© Stadtgemeinde Oberwart

Bürgermeister Georg Rosner hat im Begutachtungsverfahren zur geplanten Schwerverkehrsgebühr auf burgenländischen Landesstraßen Bedenken angemeldet. Er befürchtet Nachteile für regionale Betriebe und verlangt eine Differenzierung zwischen Transit und Wirtschaftsverkehr.

Das Land Burgenland plant eine Benützungsgebühr für Schwerverkehr auf Landesstraßen, um Mautausweichverkehr zu unterbinden und LKW verstärkt auf hochrangige Straßen zu lenken. Georg Rosner, Bürgermeister von Oberwart, zeigt dafür grundsätzlich Verständnis, übt aber deutliche Kritik an der konkreten Ausgestaltung.

Problematisch sei, dass die geplante Gebühr auch die B63 und B63a erfasse. Diese Straßen seien keine reinen Transitrouten, sondern zentrale Verkehrsachsen für die regionale Wirtschaft, so Rosner in seiner Stellungnahme zum Begutachtungsverfahren.

„Die B63 und B63a sind für uns keine bloßen Transitstrecken. Sie sind Lebensadern für den regionalen Wirtschaftsverkehr. Ein Lkw, der Waren nach Oberwart liefert, einen Oberwarter Betrieb anfährt oder von einem Unternehmen aus der Region zu einem Kunden unterwegs ist, ist kein Mautflüchtling“, betont der Bürgermeister.

Wirtschaftsstandort braucht leistungsfähige Anbindung

Oberwart fungiert als wirtschaftliches Zentrum des Südburgenlandes. Zahlreiche Branchen – von Handel und Gewerbe über Industrie und Logistik bis zu Dienstleistungsunternehmen und der Messe – sind auf die beiden Bundesstraßen angewiesen.

Zusätzliche Gebühren würden die Transportkosten für diese Unternehmen erhöhen und letztlich auch Waren und Dienstleistungen verteuern, warnt Rosner.

Forderung nach Differenzierung

Der Bürgermeister verlangt, vor einer endgültigen Einführung der Gebühr genau zu prüfen, wie regionaler Quell- und Zielverkehr vom reinen Transitverkehr unterschieden und entsprechend entlastet werden kann.

„Wir brauchen keine Maßnahme, die auf dem Papier den Mautausweichverkehr bekämpft, in der Praxis aber unsere heimischen Betriebe belastet. Ja zu einer sinnvollen Verkehrslenkung – aber nein zu einer zusätzlichen Belastung des Wirtschaftsstandortes Oberwart und des gesamten Südburgenlandes“, so Rosner.

Quelle: https://www.oberwart.gv.at/stadt/neuigkeiten/detail/buergermeister-zur-geplanten-lkw-maut-oberwart-darf-nicht-zum-verlierer-werden

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