ÖFB führt neue Futsal-Regeln für Nachwuchs ein

Mona HopfingerMona Hopfinger
Futsal-Jugendförderung des ÖFB mit neuen Regeln für die Wintersaison
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Österreichische Fußball-Bund setzt im Nachwuchsbereich auf kindgerechte Futsal-Bestimmungen. Eine Expertengruppe hat neue Hallenspielformate entwickelt, die sich an internationalen Standards orientieren.

Der ÖFB geht im Winter einen weiteren Schritt in Richtung entwicklungsfördernder Hallenfußball. Nach dem Empfehlungsschreiben „Von der Halle ins Happel“ aus dem Vorjahr folgen nun konkrete Nachwuchs-Futsalbestimmungen. Diese wurden von einer Expertengruppe ausgearbeitet, der Vertreter des ÖFB, der Landesverbände sowie Futsal-Experten, Nachwuchstrainer und Schiedsrichter angehörten.

Die neuen Hallenspielformate sollen kindgerecht sein und sich an internationalen Standards orientieren. Hintergrund sind positive Rückmeldungen und der Wunsch nach klaren, innovativen Hallenfußballregeln.

Vier zentrale Neuerungen

Der Futsalball steht im Mittelpunkt der Empfehlungen. Sein sprungreduziertes Verhalten ähnelt dem eines Fußballs auf Rasen und ermöglicht eine schnellere, einfachere und kontrolliertere Ballbehandlung. Dadurch bleibt der Kopf länger oben, was Ballbeherrschung und Spielintelligenz fördert. Unfallstatistiken zeigen zudem, dass es mit einem Futsalball zu weniger Kopftreffern und Verletzungen kommt.

Bis zur U8 wird im 3-gegen-3 auf vier Tore gespielt. Ab der U9 darf nur noch auf Linien gespielt werden, am besten im 3 + 1 und auf mindestens zwei Spielfeldern. Mit mobilen Banden, Langbänken und Linien lassen sich in einer Halle mehrere Spielfelder aufbauen.
Laut ÖFB hilft das Spielen auf Linien statt mit Banden den Kindern, Spielintelligenz, Ballkontrolle und Freilaufverhalten zu lernen. Die Bande überdecke oft, dass Kinder den Ball nicht gut genug beherrschen. Außerdem könne sie die Spielintelligenz bremsen. Kinder ohne Ball müssten sich weniger freilaufen. Kinder mit Ball müssten seltener erkennen, ob ein Mitspieler frei steht. Auch die Unfallstatistiken sprechen für Linien, denn mit Banden verletzen sich Kinder häufiger.

Torspieler und effizientere Hallennutzung

Durch den engen Raum und die Begrenzung mit Linien muss der Torspieler häufiger ins Spiel eingebunden werden. Der Ball könne nicht einfach nach vorne geschossen werden, da er sonst ins Aus gehen würde. Die Feldspieler müssten sich daher besser freilaufen und den Torspieler unterstützen.

Die Torgröße – Handballtore – schaffe fairere Bedingungen für Torspieler. Gleichzeitig lernten die Angreifer, genauer zu zielen, platzierter abzuschließen und weitere Spieler in die Abschlusszone zu bringen.

Wenn bis zur U11 auf mehreren Spielfeldern gespielt wird, sind die Hallen besser ausgelastet. Es können mehr Kinder gleichzeitig spielen, und die Wartezeiten zwischen den Spielen werden kürzer. Auf den Tribünen könnte es ruhiger werden, weil die Zuschauer auf mehrere Spiele gleichzeitig schauen..

Appell an Vereine und Trainer

Der ÖFB betont, dass jede Veränderung Zeit brauche. Experten aus unterschiedlichen Bereichen seien sich jedoch einig: Wenn der lange österreichische Winter im Training und im Spiel im Sinne der neuen Nachwuchs-Futsalbestimmungen genutzt werde, könnten alle davon profitieren.

Der Schlüssel dazu seien die Vereine, Funktionäre und Trainer, die tagtäglich mit großem Engagement für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen arbeiten und auch im Winter viele Hallentrainings und Turniere organisieren. Durch die Offenheit gegenüber dem Thema Futsal könne gemeinsam eine wichtige Basis für eine erfolgreiche Zukunft des österreichischen Fußballs geschaffen werden.

Quelle: https://kfv-fussball.at/kfv/News/Futsal-im-Nachwuchsspielbetrieb

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