ÖGK-Augenverbund versorgt 85.000 Patienten in Wien

Mathias FischerMathias Fischer
Augenabteilung: Peter, Maria, Stefan und Thomas im Spital
© ÖGK-Augenverbund in Wien

Das Hanusch-Spital und vier Gesundheitszentren der Österreichischen Gesundheitskasse haben im Jahr 2025 mehr als 85.000 Patientinnen und Patienten behandelt. Rund 7.000 Katarakt-Operationen werden jährlich durchgeführt.

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat in Wien einen Augenverbund etabliert, der die Augenabteilung des Hanusch-Krankenhauses mit den Augen-Ambulanzen der Gesundheitszentren Mariahilf, Landstraße, Favoriten und Floridsdorf eng vernetzt. Das Ziel: Patientinnen und Patienten sollen dort behandelt werden, wo es medizinisch am sinnvollsten ist – wohnortnah und mit direktem Zugang zu hochspezialisierter Versorgung.

Voruntersuchungen und Nachbetreuungen nach Augenoperationen können in den Gesundheitszentren erfolgen, während die Operationen selbst im Hanusch-Spital durchgeführt werden. Auch spezialisierte Angebote wie die Sicca- oder Schiel-Ambulanz werden von erfahrenen Augenärztinnen und -ärzten des Spitals in den Gesundheitszentren angeboten. Viele der insgesamt 32 Ärztinnen und Ärzte der Augenabteilung sind sowohl im Spital als auch in den Gesundheitszentren tätig.

„Der Best Point of Service ist bei uns kein theoretisches Konzept, sondern gelebte Versorgung“, sagt Prim. Univ.-Prof. Dr. Oliver Findl, Vorstand der Augenabteilung des Hanusch-Krankenhauses. Man bringe die Stärken des Krankenhauses und der ambulanten Gesundheitszentren zusammen und behandle die Patientinnen und Patienten dort, wo es für sie medizinisch am sinnvollsten sei.

7.000 Katarakt-Operationen jährlich

Die hohe Leistungsfähigkeit des Augenverbunds zeigt sich besonders bei der Versorgung des Grauen Stars (Katarakt). Rund 7.000 Katarakt-Operationen werden jährlich im Hanusch-Spital durchgeführt.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Augen-Tagesklinik des Hanusch-Krankenhauses, die heuer seit 15 Jahren besteht. Besonders bei Katarakt-, Hornhaut-, Glaukom- und Schieloperationen ermöglicht der hohe Tagesklinik-Anteil eine effiziente Versorgung ohne stationären Aufenthalt, wenn dieser medizinisch nicht erforderlich ist.

Chronische Netzhauterkrankungen wohnortnah behandeln

Auch bei der Behandlung chronischer Netzhauterkrankungen setzt die ÖGK auf den Verbund. Bei der IVOM-Therapie (intravitreale operative Medikamentenapplikation) werden Medikamente direkt in das Augeninnere eingebracht. Die Behandlung kommt unter anderem bei altersbedingter Makuladegeneration, diabetischer Makulopathie oder nach retinalen Gefäßverschlüssen zum Einsatz.

Da diese Erkrankungen häufig regelmäßige Behandlungen erfordern, wurden die IVOM-Ambulanzen in den Gesundheitszentren seit 2021 zunehmend ausgeweitet. Die Versorgung erfolgt auch hier im Verbund mit dem Hanusch-Spital.

Wartezeiten nach Dringlichkeit gestaffelt

Bei der Terminvergabe wird nach medizinischer Dringlichkeit differenziert. Für Patientinnen und Patienten mit deutlich reduziertem Sehvermögen beziehungsweise zusätzlichen medizinischen Kriterien wird eine maximale Wartezeit von drei Monaten angestrebt. In der weniger dringlichen Stufe liegt die angestrebte Wartezeit bei maximal sechs Monaten.

ÖGK-Generaldirektor Bernhard Wurzer betont: „Mit dem Augenverbund machen wir genau das, was im Rahmen der Gesundheitsreform gefordert wird: Wir denken Versorgung vom Patienten und von der Patientin her und nicht von den Strukturen der Anbieter.“ Dieses Modell sei Gesundheitsreform zum Angreifen und zeige, wie die Versorgung der Zukunft funktionieren könne.

Ein vergleichbarer Ansatz wird bei der ÖGK auch in anderen Bereichen verfolgt, etwa im Hämatologie-Verbund zwischen der 3. Medizinischen Abteilung des Hanusch-Krankenhauses und den Hämatologie-Ambulanzen der Gesundheitszentren.

Quelle: https://www.kirchberg-pielach.at/OeGK-Augenverbund_in_Wien

Worüber spricht Kirchberg an der Pielach?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – 1x pro Woche für Gemeinden.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.