ÖKB-Wallfahrt für Frieden in historischer Kirche

Mona HopfingerMona Hopfinger
Trachtengruppe mit Fahnen und Kreuz vor Herbstwald, Männer in traditioneller Kleidung mit Hüten und Schärpen.
© ÖKB Mooskirchen

Der ÖKB-Mooskirchen organisierte gemeinsam mit dem Partnerverein Neustift bei Güssing eine Wallfahrt zur St. Emmerichskirche im Niemandsland zwischen Österreich und Ungarn. Das Motto lautete „Für Frieden und Freundschaft“.

Der ÖKB-Mooskirchen veranstaltete zusammen mit dem Partnerverein Neustift bei Güssing eine Wallfahrt unter dem Motto „Für Frieden und Freundschaft“. Als Ziel wurde die St. Emmerichskirche im Niemandsland nahe Güssing gewählt, die sich durch ihre besondere Geschichte zwischen Ungarn und Österreich für dieses Anliegen anbot.

Wechselvolle Geschichte der Kirche

Die 1903 eingeweihte St. Emmerichskirche diente bis zum Zweiten Weltkrieg als Pfarrkirche für mehrere österreichische und ungarische Gemeinden. Unter kommunistischer Herrschaft verfiel das leer geräumte Gotteshaus, von österreichischer Seite war es nicht erreichbar.

Bereits 1987 erarbeiteten die Diözese Eisenstadt und die ungarische Diözese Szombathely Pläne zur Instandsetzung. Das Kirchengebäude war zu diesem Zeitpunkt stark beschädigt, nachdem Anfang der 1980er-Jahre das Dach des Langhauses eingestürzt war und das Innere mehrere Jahre der Witterung ausgesetzt blieb.

Der Fall des Eisernen Vorhanges beschleunigte die Umsetzung. Am 12. Jänner 1990 unterzeichneten beide Republiken einen Nutzungsvertrag, danach begannen zweijährige Rekonstruktions- und Restaurierungsarbeiten.

Am 20. September 1992 wurde die Kirche im Rahmen eines Gottesdienstes eröffnet. Die beiden Bischöfe László aus Österreich und Konkoly aus Ungarn weihten das Gebäude erneut. Bischof Konkoly überreichte dem Eisenstädter Bischof László, dem Ortspfarrer Rilli sowie Elfriede Jaindl vom Verein St. Emmerich je einen Kirchenschlüssel als symbolisches Zeichen des „immerwährenden Benützungsrechtes“.

Ablauf der Wallfahrt

Kreuzträger Reinprecht Johann ging den Fahnen voran. Es folgten die Fahne des ÖKB-Mooskirchen mit Fähnrich Damm Franz und den Fahnenoffizieren Müller Franz und Langmann Viktor sowie die Fahne des ÖKB-Neustift bei Güssing mit Fähnrich Schabhüttl Gerhard und den Fahnenoffizieren Deutsch Erich und Takacs Rainer.

Die Wallfahrer folgten mit Vorbeterin Frau Roth Maria zu einem zweimaligen Gang um die Kirche und zogen dann ein. Die Wallfahrerkerze wurde gemeinsam von Obfrau Deutsch Monika und Kassierin Reinprecht Sabine angezündet und auf dem Altar platziert.

Franziskanerpater Raphael begrüßte die Gruppe herzlich und zelebrierte die heilige Messe. In seiner Predigt berief er sich auf den Heiligen Franziskus, der sich als demütiger Diener der Menschen sah. Er bezeichnete es als Auftrag für die Kinder Gottes, Verkünder des Friedens zu sein.

Obmann Reg.Rat Hojas Walter gedachte der Verstorbenen beider Ortsverbände. Er unterstrich die Notwendigkeit des Bekenntnisses zu christlichen Werten und des Einsatzes für den Frieden.

Gemeinsamer Ausklang

Nach der Messe gab es Zeit für ein gemeinsames Foto auf den Stufen des Altars. Anschließend fand eine Agape auf dem Festplatz vor der Kirche statt, die zum Gedankenaustausch genutzt wurde.

Die Teilnehmer wurden danach in „Renata's Dorfstube“ in Neustift bei Güssing bewirtet. Küche und Service überzeugten durch ausgezeichnete Qualität, freundliche Betreuung und bemerkenswert rasche Bedienung.

Quelle: https://www.mooskirchen.at/oekb-mooskirchen-wallfahrt

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