Österreich holt Bronze bei Cybersecurity-EM

Mona HopfingerMona Hopfinger
Teilnehmer eines Wettbewerbs in Österreich sitzen an Tischen mit Laptops und Fahnen.
© Marco Squarcina

Bei der European Cybersecurity Challenge in Bochum erkämpfte sich das österreichische Team den dritten Platz. Mehr als 400 junge Talente aus 42 Ländern traten vom 12. bis 16. Oktober gegeneinander an.

Ethical Hacker aus ganz Europa maßen sich Mitte Oktober in Bochum bei der European Cybersecurity Challenge. Das Team Austria sicherte sich nach drei Tagen intensiver Wettkämpfe die Bronzemedaille. Insgesamt nahmen 35 Nationalmannschaften und sieben Gastmannschaften mit mehr als 400 jungen Cybersecurity-Talenten aus 42 Ländern teil.

Schweden gewinnt vor Finnland

Den Sieg holte sich das Team Schweden, gefolgt von Finnland auf Rang zwei. Besonders eng war das Rennen um Silber und Bronze: Weniger als 100 Punkte trennten die finnischen und österreichischen Teilnehmer. In der Gastkategorie setzte sich das Team USA vor Kanada und Australien durch.

Drei unterschiedliche Wettbewerbsformate

Der Bewerb gliederte sich in drei Formate. Bei der „Jeopardy“-ähnlichen Herausforderung mussten die Teams Aufgaben aus Websicherheit, Kryptografie, Reverse Engineering sowie Software- und Hardware-Schwachstellen lösen. Die Attack-Defense-Challenge verlangte, eigene Dienste aufrechtzuerhalten und gleichzeitig gegnerische Systeme anzugreifen. Erstmals kam auch „Capture the Flag (CTF) Unplugged“ zum Einsatz – ein neues Format, bei dem Aufgaben offline und unter Zeitdruck bewältigt werden mussten.

„Ich bin unglaublich stolz auf das Team – auf seine Leistung und auf die Einstellung, die es während des gesamten Wettbewerbs gezeigt hat“, sagt Cheftrainer Marco Squarcina. In jedem der drei Bewerbe landete Österreich unter den Top 4. Squarcina kündigte an, dass das Team 2027 in Dänemark noch entschlossener antreten werde.

Teamarbeit als Erfolgsfaktor

Die European Cybersecurity Challenge ermöglicht jungen Talenten, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und sich mit Gleichgesinnten aus ganz Europa zu vernetzen. Neben technischem Fachwissen sind effektive Kommunikation und gemeinsame Entscheidungsfindung entscheidend für den Erfolg.

Das Team Austria im Detail

In der Junior-Kategorie traten an: Christopher Haindl, Hannah Fluch, Matthias Pleschinger, Raphael Dorrer und Simon Rechberger.

Die Senior-Mannschaft bestand aus: Christoph Tantscher, Fabian Gurtner, Georg Felber (Team Captain), Jannik Schager und Johannes Berndorfer.

Betreut wurde das Team von Marco Squarcina von der Forschungsgruppe „Sicherheit und Datenschutz“ und dem Cybersecurity Center (CySec) der TU Wien, unterstützt von Sebastian Felix und Manuel Reinsperger. Als Projektkoordinator fungierte Joe Pichlmayr, Geschäftsführer von Ikarus Security Software und Vorsitzender von Cybersecurity Austria.

Quelle: https://www.tuwien.at/tu-wien/aktuelles/news/news/european-cybersecurity-challenge-2026

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