Österreich lässt System gegen Flugturbulenzen zu

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Ein neuartiges System zur Abschwächung von Flugturbulenzen ist seit April in Österreich für ein erstes Flugzeugmodell zugelassen. Die Technologie des Unternehmens Turbulence Solutions soll vertikale Bewegungen während des Flugs reduzieren, so der ORF.

Das Turbulence Cancelling System (TCS) arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip wie ein Assistenzsystem. Sensoren messen Störungen in der Luftströmung, bevor diese das Flugzeug erreichen. Auf Basis dieser Daten errechnet die Technologie, wie sich die Maschine bewegen wird, und wirkt mit zusätzlichen kleinen Steuerflächen entgegen.

Vor allem die vertikalen Bewegungen, die bei Turbulenzen auftreten, sollen dadurch abgemildert werden. Das Unternehmen Turbulence Solutions erklärte, Ziel sei es, Flüge ruhiger zu gestalten und die Belastung für Passagiere sowie das Flugzeug zu verringern.

Erste reguläre Flüge mit der Technologie

Seit April 2026 ist die Technologie in Österreich für das Modell Shark 600 zugelassen. Damit sind zum ersten Mal Maschinen mit diesem System regulär im Einsatz.

Zunächst konzentriert sich das Unternehmen auf kleinere Maschinen. Dazu gehören Ultraleichtflugzeuge, sogenannte Light Sport Aircraft sowie Flugzeuge der europäischen Kategorie CS-23. Auf längere Sicht soll die Technologie auch in größeren Passagiermaschinen verwendet werden.

Laut Unternehmensangaben eignet sich das System grundsätzlich für Fluggeräte mit festen Tragflächen. In Zukunft könnten auch bestimmte Drohnen und elektrisch betriebene Senkrechtstarter, sogenannte eVTOLs, damit ausgestattet werden.

Entwicklung an der TU Wien

Die Grundlagen für das System entwickelte der Badener Pilot Andras Gálffy im Rahmen seiner wissenschaftlichen Arbeit an der Technischen Universität Wien. Seither wurde die Technologie weiterentwickelt und in Flugversuchen erprobt. Gálffy ist auch Gründer des Unternehmens Turbulence Solutions.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3372478/

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