ÖVP kritisiert Doskozil wegen Rechenzentrum-Plänen

Ein mögliches Rechenzentrum in Nickelsdorf sorgt weiter für Diskussionen. Die ÖVP sieht in einer Kundmachung zu einem Batteriespeicher einen Hinweis auf fortgeschrittene Planungen und fordert Transparenz vom Landeshauptmann.
Die Diskussion um ein geplantes Rechenzentrum in Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) hat sich am Freitag fortgesetzt. Die ÖVP wirft Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) vor, den tatsächlichen Projektstand zu verschleiern. Grundlage der Kritik ist eine Kundmachung zu einem Batteriespeicher, in der von einem „projektierten Rechenzentrum“ die Rede ist.
Landesparteiobmann Christoph Zarits erklärte, die Planungen seien deutlich weiter vorangeschritten, als Doskozil dies darstelle. Er verlangte umfassende Information und Transparenz über den aktuellen Stand des Vorhabens.
Energie Burgenland weist Vorwurf zurück
Die Energie Burgenland stellte klar, dass der Batteriespeicher nicht wegen eines möglichen Rechenzentrums errichtet werde. Anfang des Jahres sei in Neusiedl/Weiden das größte Windparkprojekt in Betrieb gegangen. Derzeit werde dieser durch eine Agri-Photovoltaik-Anlage erweitert.
Der geplante Batteriespeicher soll den entstehenden „Super-Hybrid-Park“ ergänzen. Dieser diene der Versorgungssicherheit, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Ein potenzielles Datencenter sei nicht der Grund für die Errichtung des Batteriespeichers in Neusiedl/Weiden.
Doskozil hatte vor wenigen Tagen betont, dass das Rechenzentrum nicht realisiert werde, sollte der zu erwartende Wasserverbrauch zu hoch ausfallen.
Quelle: APA
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