ÖVP kritisiert Oppositions-Vorstoß für MCI-Neubau

Vier Oppositionsparteien fordern im Tiroler Landtag einen Neubau des Management Center Innsbruck. Der Innsbrucker VP-Stadtparteiobmann Mario Gerber wirft ihnen Widersprüchlichkeit vor und verweist auf die angespannte Budgetlage.
Liste Fritz, FPÖ, Grüne und NEOS bringen im November-Landtag einen gemeinsamen Dringlichkeitsantrag ein. Darin verlangen sie, das Projekt eines MCI-Neubaus erneut zu behandeln. Mario Gerber, Stadtparteiobmann der ÖVP Innsbruck, zeigt sich darüber befremdet.
Vorwurf der Kehrtwende
Gerber hält den Oppositionsparteien vor, ihre Position um 180 Grad gedreht zu haben. NEOS hätten noch 2023 schriftlich festgehalten, dass ein Neubau für die Landesfinanzen nicht tragbar sei. Auch die FPÖ habe damals einen Baustopp gefordert. Nun unterschrieben beide Parteien gemeinsam mit Liste Fritz und Grünen genau diese Forderung, kritisiert der VP-Politiker.
„Wer soll solche Oppositions-Forderungen ernst nehmen, wenn sich diese um 180-Grad drehen, je nach dem was die Landesregierung macht“, so Gerber.
Budgetsanierung hat Vorrang
In Zeiten der Budgetsanierung sei ein teures Großprojekt das falsche Signal, argumentiert Gerber. Landeshauptmann Anton Mattle habe klargestellt, dass man in der aktuellen Budgetnot keine Neubauten um zig Millionen Euro finanzieren könne. Zumal sich das Ziel eines hochwertigen Hochschulstandortes auch mit günstigeren und schnelleren Mitteln erreichen lasse.
Das MCI bleibe eine tragende Säule des Hochschulstandortes Innsbruck, betont Gerber. Gerade deshalb brauche es eine finanzierbare Lösung, die rasch umgesetzt werden könne – und kein politisches Hin und Her.
Sanierung statt Neubau
Tirol hat mit dem Doppelbudget 2026/2027 einen Haushalt ohne neue Schulden vorgelegt. Statt eines Neubaus setzt die Landesregierung auf die Sanierung der bestehenden MCI-Standorte, unter anderem rund um die Alte Hauptpost in Innsbruck.
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