ÖVP plant Reform der Sprengeldienste in Salzburg

Die Volkspartei im Salzburger Landtag möchte das Gemeindesanitätsgesetz überarbeiten. Vorgesehen sind ein leistungsbezogenes Vergütungssystem und der Abbau von Dokumentationspflichten, so der ORF.
Sprengelärzte nehmen neben ihrer Tätigkeit in der Ordination behördliche gesundheitspolizeiliche Funktionen wahr. Dazu zählen die Leichenschau, die Versorgung hilfsbedürftiger Personen sowie die Kontrolle von Sanitätsvorschriften.
Kürzlich hat die Sprengelärztin in Straßwalchen im Flachgau ihre Funktion niedergelegt. Aktuell läuft die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger. Die Tätigkeit ist häufig mit hohem bürokratischem Aufwand, Bereitschaftsdiensten am Wochenende und vergleichsweise geringen Entgelten verknüpft.
Neue Vergütung und weniger Dokumentation
Die ÖVP im Landtag strebt deshalb eine Reform des Gemeindesanitätsgesetzes an. Geplant ist ein flächendeckendes, an der Leistung orientiertes Vergütungssystem sowie eine Reduktion des Dokumentationsaufwands.
Der ÖVP-Abgeordnete Hans Scharfetter erklärte, Sprengelärzte erfüllten eine bedeutende Funktion. Das System sei jedoch veraltet, zum Teil sehr unflexibel und mit einschränkenden Regelungen behaftet.
Aktuell dürfen ausschließlich Ärztinnen und Ärzte Sprengeldienste übernehmen, deren Ordination sich innerhalb der jeweiligen Sprengelgrenzen befindet. Eine Aufgabenteilung im Team mehrerer Mediziner oder über Gemeindegrenzen hinweg ist dadurch ausgeschlossen.
Ärztekammerpräsident Matthias Vavrovsky betonte auf Anfrage des ORF, dass der Kammer noch keine konkreten Details zur Ausgestaltung vorlägen. Den angestrebten Abbau von Bürokratie und eine leistungsorientierte Entlohnung befürworte man jedoch. Die Kammer zeige sich gesprächsbereit.
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