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Oliven und griechischer Bergtee im Mühlviertel

Mona HopfingerMona Hopfinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Im Mühlviertel werden mediterrane Pflanzen wie Olivenbäume und exotische Kräuter getestet. Landwirte erproben klimaresistente Alternativen zu herkömmlichen Kulturen, so der ORF.

Im oberösterreichischen Mühlviertel experimentieren Landwirte mit neuen Pflanzenarten. Auf dem Vedahof in Gramastetten stehen mittlerweile 300 Olivenbäume, die vor zwei Jahren gepflanzt wurden. Betreiber Josef Walchshofer wollte ursprünglich mediterranes Flair schaffen, sieht aber inzwischen auch wirtschaftliches Potenzial.

„Die klimatischen Bedingungen, die wir heute haben, zeigen, dass man sich neben den bei uns üblichen Apfelbäumen auch über andere Kulturen Gedanken machen muss“, erklärt Walchshofer. Die winterharten Bäume aus Spanien haben den letzten Winter größtenteils überstanden – nur bei jungen Exemplaren erfror ein Teil der Äste.

Forschung zu klimaresistenten Alternativen

Ein Unternehmen untersucht gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur Wien am Vedahof, ob Olivenbäume eine klimaresistente Option für die Landwirtschaft darstellen. Auf 10.000 Quadratmetern sollen rund 200 Bäume Platz finden. Aus den Olivenblättern werden bereits Tee, Gin und Schokoladenprodukte hergestellt.

Kräuterbauer setzt auf neue Sorten

In Mettmach im Innviertel hat Christian Jenichl vor sieben Jahren von Rinderhaltung auf Kräuteranbau umgestellt. Er beliefert die Bergkräutergenossenschaft Hirschbach. Während Vertragsbauern heuer rund 20 Prozent Ernteausfälle bei Kräutern verzeichnen, kam Jenichl bisher gut durch die Saison.

Zitronenmelisse könnte laut Jenichl in fünf Jahren wegen starker Hitze nicht mehr auf den Feldern wachsen. Stattdessen testet er im Rahmen der Versuchsreihe „Exotisches Österreich“ von EU und Bund neue Kulturen wie griechischen Bergtee und indisches Basilikum. „Wir müssen bereit sein, neue Kulturen auszuprobieren – und dafür auch Erfahrungen sammeln“, sagt der Landwirt.

Der griechische Bergtee ist bereits geerntet und treibt neu aus. Das indische Basilikum, dessen Duft an Nelken erinnert, soll in den kommenden Wochen reif sein. Laut Jenichl gibt es bereits erste Anfragen – der Markt sei vorhanden.

Lavendel-Projekt wird fortgesetzt

Ein früheres Versuchsprojekt mit Lavendel überzeugte fünf von sechs Bauern und wird dauerhaft weitergeführt. Die oberösterreichischen Kräuter werden als Tee, Gewürz oder in der Lebensmittelverarbeitung verwendet – etwa für besondere Käserinden.

Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3365818/

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