OMV erhält 450 Millionen Euro von EIB für Wasserstoffwerk

Mathias FischerMathias Fischer
Grüner Wasserstoff Österreich: Anlage mit Windrad, Solarpanel, H2-Molekül, CO2-Verbot, 450 Mio. Euro, 140 MW, EIB-Investition.
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Europäische Investitionsbank finanziert den Bau einer Anlage für grünen Wasserstoff in Niederösterreich mit 450 Millionen Euro. Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 600 Millionen Euro soll die CO₂-Emissionen der Raffinerie Schwechat deutlich senken.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt der OMV ein Darlehen von 450 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld wird eine Produktionsstätte für grünen Wasserstoff in Bruck an der Leitha finanziert, die zur Dekarbonisierung der Raffinerie Schwechat beitragen soll.

Das Gesamtinvestitionsvolumen für die 140-Megawatt-Anlage beträgt 600 Millionen Euro. Der Bau ist bereits im Gang, die Inbetriebnahme ist bis Ende 2027 geplant. Die Anlage soll dann jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff unter Einsatz erneuerbarer Energien produzieren.

Durch die lokale Herstellung von grünem Wasserstoff will die OMV die Nachhaltigkeit von Kraftstoffen und chemischen Produkten in der Raffinerie Schwechat verbessern. Das Unternehmen rechnet mit einer Reduktion der CO₂-Emissionen um rund 150.000 Tonnen – das entspricht etwa zehn Prozent der aktuellen direkten Emissionen des Standorts.

Größte Anlage ihrer Art in Österreich

Mit einer Leistung von 140 Megawatt wird die Anlage eine der größten für grünen Wasserstoff in Europa und die größte dieser Art in Österreich sein. Reinhard Florey, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und CFO der OMV, bezeichnete die Darlehenszusage als starkes Signal für das Vertrauen in die Transformationsstrategie des Unternehmens.

„Die Produktion von grünem Wasserstoff in Österreich ermöglicht es uns, den Einsatz nachhaltigerer Energie in unserer Produktion sowie für unsere innovativen Produkte zu erhöhen“, sagte Florey. Der Bau sei ein wichtiger Meilenstein bei der Dekarbonisierung industrieller Prozesse.

EIB sieht Schlüsselrolle für Energiewende

EIB-Vizepräsident Karl Nehammer erklärte bei einem Besuch vor Ort, grüner Wasserstoff sei ein wichtiger Baustein für den Übergang zu einem klimaneutralen Energiesystem in Europa. Durch die Förderung der Produktion im industriellen Maßstab werde die Wettbewerbsfähigkeit Europas gesteigert und die Energiesicherheit gestärkt.

Die Investition lege zudem den Grundstein für die künftige Produktion von nachhaltigen Flugkraftstoffen und unterstütze damit die Klima- und Energiesicherheitsziele der EU, so Nehammer.

Teil der OMV-Strategie 2030

Im Rahmen ihrer Strategie 2030 konzentriert sich die OMV auf das Marktwachstum bei erneuerbaren Kraftstoffen und nachhaltigen chemischen Rohstoffen. Das Unternehmen strebt bis 2030 eine Produktionskapazität von rund 900.000 Tonnen an.

Zu den bereits in Betrieb befindlichen Anlagen zählen eine Co-Processing-Anlage und eine 10-Megawatt-Anlage für grünen Wasserstoff in der Raffinerie Schwechat. Derzeit werden weitere Projekte umgesetzt, darunter eine Anlage für nachhaltigen Flugkraftstoff und hydriertes Pflanzenöl in der Raffinerie Petrobrazi von OMV Petrom sowie weitere Wasserstoffprojekte mit 20 Megawatt und 35 Megawatt in Rumänien.

Diese Investitionen tragen zum Ziel der OMV bei, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.

Quelle: OTS

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