OÖ-Spitäler setzen Zeichen für Patientensicherheit

Die Oberösterreichische Gesundheitsholding nimmt am 17. September 2026 am weltweiten Tag der Patientensicherheit teil. Mit Infoständen, Mitmachaktionen und Videos wollen die Kliniken Patienten, Angehörige und Personal für sichere Abläufe in der Gesundheitsversorgung sensibilisieren.
Die Oberösterreichische Gesundheitsholding (OÖG) beteiligt sich heuer erneut am internationalen Aktionstag für Patientensicherheit. Am 17. September stehen in den Regionalkliniken und im Kepler Universitätsklinikum zahlreiche Aktivitäten auf dem Programm, die das Bewusstsein für Sicherheit in der medizinischen Versorgung stärken sollen. Das diesjährige Motto lautet „Safe care for noncommunicable diseases – Safe care for life!“
Sichere Gesundheitsversorgung sei eine gemeinsame Aufgabe aller Berufsgruppen und ein zentraler Bestandteil hochwertiger medizinischer, pflegerischer und therapeutischer Betreuung, betont die OÖG. Die Initiativen sollen die Bedeutung dieses Themas sichtbar machen.
Patienten können selbst zur Sicherheit beitragen
Auf der Website www.ooeg.at/patientensicherheit finden Patienten Ratschläge, wie sie aktiv zur eigenen Sicherheit beitragen können. Dazu zählt eine gute Vorbereitung auf die Aufnahme mit allen wichtigen Unterlagen. Besonders hilfreich ist eine geführte Medikamentenliste, für die ein Vordruck zum Download bereitsteht. Während des Aufenthalts sind aktives Nachfragen, Aufmerksamkeit bei der Medikamenteneinnahme und klare Kommunikation mit dem Behandlungsteam wichtig. Auch bei der Entlassung können Patienten zu einer gut organisierten Nachsorge beitragen.
Informationsstände an mehreren Standorten
An mehreren Klinikstandorten werden am Aktionstag Informationsstände eingerichtet. Fachleute informieren dort über zentrale Aspekte wie Händehygiene, sichere Medikamentengabe, Patientenidentifikation und die Vermeidung von Risiken im Behandlungsalltag.
Das Klinikum Schärding legt den Schwerpunkt auf „Sicherheit für Menschen mit Demenz“. Ein Infostand und interaktive Aktionen sollen das Bewusstsein für die besonderen Bedürfnisse dieser Patientengruppe schärfen. Besucher sind eingeladen, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was betroffenen Menschen Sicherheit vermittelt.
Im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr und Kirchdorf erwartet Besucher ein breites Informationsangebot. In Steyr werden unter anderem Entlassungsmanagement, klinische Pharmazie und Polypharmazie, persönliche Schutzausrüstung, Sturzprävention sowie Sicherheitsmaßnahmen im Operationsbereich thematisiert. In Kirchdorf stehen Patientenidentifikation bei Neugeborenen, Laienreanimation und Defibrillator-Anwendung, Händehygiene und Hautschutz, Demenz- und Diabetesberatung sowie softwaregestützte Präanalytik im Fokus. Letztere unterstützt den Prozess und trägt dazu bei, das Risiko einer Patientenverwechslung zu minimieren.
An den Standorten Bad Ischl, Gmunden und Vöcklabruck informiert das Salzkammergut Klinikum über den verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten bei Polypharmazie, über die Patientenidentifikation mittels Sicherheitsarmband und Zwei-Merkmale-Methode sowie über moderne Schmerzbewertungssysteme. Ergänzend gibt es Informationen zu Händehygiene und zur Bedeutung der Kommunikation beim Thema Schmerz, abgerundet durch Infomaterialien und Give-aways.
Im Klinikum Freistadt widmen sich Fachleute der klinischen Pharmazie, nosokomialen Infektionen, der Händehygiene sowie sicheren Standards bei Blutabnahmen. Vorgestellt wird zudem das System „PhleboXpert", das Proben weitgehend automatisiert einer Person zuordnet und dokumentiert und damit die Patientensicherheit erhöht.
Das Klinikum Rohrbach setzt auf umfassende Information zur richtigen Nachsorge nach Operationen, um Wundinfektionen vorzubeugen. Klare Hinweise zu Wundpflege, Hygiene und Verhalten nach dem Eingriff sollen Komplikationen reduzieren und den Heilungsprozess nachhaltig fördern.
Das Kepler Universitätsklinikum setzt heuer auf digitale Kommunikation und produziert zwei kurze Informationsvideos. Diese zeigen beispielhaft, wie die sichere Identifikation von Neugeborenen gewährleistet wird und welche Maßnahmen eine sichere Medikamentengabe nach der sogenannten 6-R-Regel unterstützen.
„Patientensicherheit ist eine gemeinsame Verantwortung, die in allen Bereichen der Versorgung gelebt werden muss. Unsere Kliniken zeigen am internationalen Tag der Patientensicherheit, wie wichtig klare Standards, gut abgestimmte Abläufe und die aktive Einbindung von Patientinnen und Patienten für eine sichere Behandlung sind“, sagt Dr. Harald Schöffl, Mitglied der Geschäftsführung der OÖ Gesundheitsholding.
Quelle: https://www.ooeg.at/service/presse/presseaussendungen/detail/tag-der-patientinnensicherheit
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