OÖ übernimmt ÖIF-Standards für Deutschkurse

Oberösterreich stellt die Deutschkurse für Zuwanderer auf neue Beine. Erstmals werden die Qualitätsstandards des Österreichischen Integrationsfonds übernommen, wie Integrationslandesrat Christian Dörfel (ÖVP) am Freitag bekannt gab, so der ORF.
Das Bundesland will mit einer neuen Ausschreibung Schluss machen mit dem bisherigen unkoordinierten System. Christian Dörfel (ÖVP), Integrationslandesrat, kündigte an: „Mit der Ausschreibung der Niveaukurse beenden wir das bisherige Wunschkonzert und sorgen für aktive Steuerung.“ Ziel sei eine bessere regionale Verteilung sowie spezifische Angebote.
Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) unterstrich die Bedeutung der Maßnahme: „Deutsch ist der Schlüssel für Bildung, Arbeit und ein selbstständiges Leben.“
Bundesweite Sprachstandseinstufung geplant
Oberösterreich setzt künftig auf ein abgestimmtes, transparentes und evidenzbasiertes System. Die Qualitätsstandards des ÖIF werden dabei erstmals im Bundesland angewendet. Der Österreichische Integrationsfonds wird zusammen mit dem Österreichischen Sprachdiplom Deutsch (ÖSD) eine bundesweite Sprachstandseinstufung anbieten.
Franz Wolf, Direktor des ÖIF, begrüßte den Schritt: „Oberösterreich übernimmt die bewährten Qualitätsstandards des ÖIF.“ Die gemeinsame Initiative ziele darauf ab, Kursinhalte und Unterrichtsmethoden nachhaltig zu verbessern.
Alle Daten sollen künftig über die Integrationsschnittstelle des Bundes lückenlos erfasst werden. Dies soll die Nachverfolgung von Kursen erleichtern und Sanktionen bei Verstößen ermöglichen.