OÖ und Bayern kooperieren bei KI und Quantencomputing

Oberösterreich und Bayern verstärken ihre Zusammenarbeit in Zukunftstechnologien. Das Leibniz-Rechenzentrum, die Johannes Kepler Universität Linz und das Software Competence Center Hagenberg schließen eine strategische Partnerschaft in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Hochleistungsrechnen und Quantencomputing.
Eine neue Kooperationsvereinbarung verbindet das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) und dem Software Competence Center Hagenberg (SCCH). Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Technologiefelder: Künstliche Intelligenz, Hochleistungsrechnen und Quantencomputing.
JKU-Rektor Univ.-Prof. Dr. Stefan Koch betont, dass sich mit dieser Vereinbarung zwei starke Forschungs- und Innovationsregionen verbinden. Die drei Institutionen bündeln ihre Kompetenzen, um wissenschaftliche Fragestellungen wirkungsvoller zu bearbeiten und Know-how auszutauschen. Die Kooperationsvereinbarung unterstreiche den Anspruch der JKU, die digitale Transformation aktiv und mit starken europäischen Partnern mitzugestalten.
Austausch und gemeinsame Infrastruktur
Die Partnerschaft baut auf bereits bestehenden wissenschaftlichen Beziehungen auf und soll den Austausch weiter vertiefen. Geplant sind regelmäßige Treffen von Forschenden, gemeinsame Forschungsvorhaben, Workshops und Gastvorträge. Die technischen Teams streben eine engere Zusammenarbeit beim Betrieb von IT-Infrastrukturen und Supercomputern an.
Ein zentraler Bestandteil ist die gegenseitige Bereitstellung von Rechenkapazitäten. Forschende aus beiden Ländern können künftig leichter die Hochleistungsrechner des jeweils anderen Landes nutzen. Die Partnerschaft schafft damit ein starkes Fundament für Forschung und Entwicklung in den drei Schlüsseltechnologien der digitalen Transformation.
Rechenleistung als zentrale Ressource
Univ.-Prof. Dr. Alois Ferscha, Dekan der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der JKU, hebt die Bedeutung von Quantencomputing und Künstlicher Intelligenz als technologische Grundlagen der kommenden Jahre hervor. Für die Weiterentwicklung leistungsfähiger und verlässlicher KI-Systeme sei Rechenleistung eine zentrale wissenschaftliche Ressource. Sie ermögliche größere und komplexere Modelle, umfangreichere Trainings- und Validierungsverfahren sowie präzisere Simulationen und Tests.
Entscheidend sei das Zusammenspiel von exzellenter Forschung, Hochleistungsrechnen, moderner Infrastruktur und internationaler wissenschaftlicher Kooperation. Mit dem Leibniz-Rechenzentrum, der Johannes Kepler Universität Linz und dem SCCH entstehe ein besonders leistungsfähiges Netzwerk. Man könne wissenschaftliche Expertise bündeln, hochmoderne Rechenressourcen gemeinsam nutzen und anspruchsvolle Forschungsprojekte an der Schnittstelle von KI, High Performance Computing und Quantencomputing realisieren.
Quelle: https://www.jku.at/news-events/news/detail/news/kooperationsvereinbarung-im-bereich-ki
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