OP-Roboter ab August in Mistelbach im Einsatz

Mathias FischerMathias Fischer
OP-Roboter Niederösterreich: Gesundheitsplan 2040+ mit Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf
© Mit KI (Gemini) generiert

Das Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf erhält einen OP-Roboter. Ab 5. August wird das Gerät für roboterassistierte Eingriffe eingesetzt, wie Landesrat Anton Kasser bei einer Pressekonferenz bekannt gab.

Das Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf wird ab 5. August mit einem OP-Roboter ausgestattet. Das gab der für Landeskliniken zuständige Landesrat Anton Kasser am Freitag gemeinsam mit der Vorständin der NÖ Landesgesundheitsagentur, Elisabeth Bräutigam, dem Ärztlichen Direktor des Klinikums, Prim. Dr. Ronald Zwrtek, und Projektleiter Prim. Priv.-Doz. Dr. Florian Wimpissinger bekannt.

Die Einführung des Systems erfolgt im Rahmen des Gesundheitsplans 2040+. Die roboterassistierte Chirurgie wird an den Universitäts- und Landeskliniken in Niederösterreich landesweit ausgebaut. „Die Etablierung des neuen OP-Roboters am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf ist ein weiterer Schritt zum Vollausbau der roboterassistierten Chirurgie in allen Regionen“, erklärte Kasser. Die Weiterentwicklung bringe eine bestmögliche Versorgung durch präzise und schonende Behandlungsmethoden sowie eine höhere Attraktivität der Klinikstandorte für junge Medizinerinnen und Mediziner.

5.000 Eingriffe in St. Pölten und Wiener Neustadt

In den Kliniken St. Pölten, Wiener Neustadt und Krems sind OP-Roboter bereits im Einsatz. Seit der Einführung wurden in Wiener Neustadt und St. Pölten rund 5.000 roboterassistierte Eingriffe durchgeführt, am Universitätsklinikum Krems etwa 30. Mit Mistelbach-Gänserndorf wird nun der nächste Standort ausgestattet.

„Das ist eine wesentliche Neuerung im Gesundheitswesen in Niederösterreich und bedeutet einen Meilenstein für das Schwerpunktkrankenhaus Mistelbach“, so der Landesrat. Er kündigte an, dass in jedem Viertel ein Da Vinci-System zur Verfügung stehen werde. Die Kosten pro OP-Roboter belaufen sich auf jährlich rund eine Million Euro.

Vorteile für Personal und Patienten

LGA-Vorständin Bräutigam betonte, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der neuen Technologie profitieren würden, da sie an hochmodernen Geräten ausgebildet werden. Die verbesserten Rahmenbedingungen steigerten die Qualität der chirurgischen Versorgung und trügen zur Attraktivität des Berufsbildes bei. Sie stellte klar, dass nicht der Roboter operiere, sondern dieser als verlängerter Arm des Chirurgen anzusehen sei.

Die roboterassistierten Systeme ermöglichen besonders präzise Bewegungsabläufe, eine hochauflösende Visualisierung sowie eine schonende Behandlung des Gewebes. „Für Patientinnen und Patienten ergeben sich daraus viele Vorteile. Diese Methode führt zu geringeren Komplikationsraten, reduziertem Blutverlust, weniger Schmerzen sowie einer insgesamt schnelleren Genesung“, erklärte der Ärztliche Direktor Zwrtek.

Projektleiter Wimpissinger unterstrich, dass der Roboter nicht selbst operiere und nicht mit künstlicher Intelligenz arbeite. „Er ist quasi der verlängerte Arm von uns Chirurgen und in der minimalinvasiven Chirurgie ist es einfach die logische Weiterentwicklung“, so der Mediziner.

Quelle: OTS

Worüber spricht Mistelbach morgen?

Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.