Opposition fordert MCI-Neubau statt Sanierung

Die Tiroler Opposition kritisiert die Entscheidung der Landesregierung, das Management Center Innsbruck zu sanieren statt neu zu bauen.
Nach der Absage des Neubaus für das Management Center Innsbruck (MCI) durch die Landesregierung im März gehen die Oppositionsparteien in die Offensive. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Innsbruck sprachen sich Liste Fritz, SPÖ und weitere Oppositionsparteien für einen Neubau aus. Ein solcher würde „Eigentum statt Dauermiete“ bedeuten, argumentierten die Vertreter:innen einhellig. Zudem forderten sie Klarheit über die Kosten des geplanten Sanierungskonzepts.
Kritik an Zersplitterung der Standorte
Andrea Haselwanter-Schneider, Parteichefin der Liste Fritz, bezeichnete den Sanierungsplan als Zersplitterung. Von einem Uni-Campus könne keine Rede sein. Es sei nicht nachvollziehbar, warum es so schwierig sei, „einen Zweckbau zu finalisieren und einen Kostendeckel einzuziehen“. Der jahrelange Stillstand habe bereits Millionen verschlungen, etwa für Beraterstunden und Gebäudeplanungen, die nie realisiert worden seien.
Keine konkreten Zahlen zur Sanierung
Klubobmann Markus Sint verwies auf eine Anfragebeantwortung aus dem Landtag, in der keine einzige konkrete Zahl zu den Sanierungskosten enthalten sei. Auf Fragen reagiere SPÖ-Hochbaureferent Philip Wohlgemuth nicht, heißt es. Antworten liefere er keine. Sint verwies, auf einen Bericht des Landesrechnungshofes zu warten, der im Jänner erscheinen soll. Es seien Millionen an Steuergeldern eingesetzt worden, ohne dass die politisch Verantwortlichen der ÖVP je zur Rechenschaft gezogen worden seien.
Sanierungsplan der Landesregierung
Die Landesregierung plant, das Erdgeschoss des „MCI I“ in der Universitätsstraße anzumieten und auszubauen. Im „MCI II“ im benachbarten Hotel „Grauer Bär“ sollen Gespräche mit dem Vermieter über die Sanierung der angemieteten Flächen geführt werden. Der Standort an der Villa Blanka soll bestehen bleiben.
Am „MCI IV“ an der ehemaligen Hauptpost übernimmt der Eigentümer die Sanierung. Das MCI soll dafür zusätzliche Flächen im Bestandsgebäude anmieten. Zudem ist an diesem Standort ein Erweiterungsbau geplant.
Chronologie der MCI-Causa
Seit 2008 beschäftigt die Geschichte des MCI die Landespolitik. 16 Millionen Euro wurden für Beratungskosten ausgegeben, zwei Projekte wurden verworfen. Im Dezember zog ÖVP-Landeshauptmann Anton Mattle überraschend die Notbremse und begrub den Neubau.
Quelle: https://www.listefritz.at/neubau-mci-zweckbau-mit-kostendeckelung
Worüber spricht Innsbruck morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.