Ordnungsberater in Wiener Gemeindebauten führten fast 20.000 Kontrollen durch

Mona HopfingerMona Hopfinger
Einkaufswagen vor Wohnhaus mit Sperrschild und Telefonnummer
© Mit KI (Gemini) generiert

In den ersten sechs Monaten 2026 absolvierten die Ordnungsberater von Wiener Wohnen 19.829 Kontrollgänge in den städtischen Wohnhausanlagen.

Die Ordnungsberater von Wiener Wohnen sind täglich in den 1.800 Wohnhausanlagen der Stadt unterwegs. Ihre Aufgabe ist es, die Einhaltung der Hausordnung und des Wiener Reinhaltegesetzes zu überwachen. Sie dokumentieren Missstände, melden Verunreinigungen und sprechen direkt mit den Bewohnern. Das persönliche Gespräch steht im Zentrum ihrer Tätigkeit, um Probleme frühzeitig zu lösen und Konflikte zu vermeiden.

Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch begleitete die Ordnungsberater bei Kontrollgängen im 9. Bezirk. „Der Gemeindebau ist das Zuhause für hunderttausende Wienerinnen und Wiener. Für ein gut funktionierendes Zusammenleben in den Wohnhausanlagen braucht es gegenseitige Rücksichtnahme und klare Regeln“, so die Stadträtin. Die Ordnungsberater seien unverzichtbar als Ansprechpersonen vor Ort. Sie klärten auf, hälfen bei Problemen und sorgten dafür, dass sich die Menschen in ihrem Wohnumfeld wohlfühlten. Dazu gehöre auch, Strafen auszustellen, wenn sich jemand nicht an die Spielregeln halten wolle.

Knapp 24.000 Gespräche im ersten Halbjahr

Die Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2026 zeigen die hohe Präsenz der Ordnungsberater: Sie führten 19.829 Kontrollgänge durch und suchten 23.699-mal das persönliche Gespräch mit Mietern. Darüber hinaus erstatteten sie 18.123 Meldungen nach Verletzungen des Wiener Reinhaltegesetzes sowie 18.770 Meldungen nach Verstößen gegen die Hausordnung.

Von Jänner bis Juli stellten sie 1.552 Organstrafverfügungen aus und erstatteten in 401 Fällen Anzeigen.

Einkaufswagerl können Fluchtwege versperren

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf illegal abgestellten Einkaufswagerln in Gemeindebauten. Diese können Flucht- und Rettungswege versperren, Grünflächen beeinträchtigen und zusätzliche Kosten verursachen. Die Ordnungsberater kontrollieren regelmäßig auf illegal abgestellte Einkaufswagerl, informieren die Bewohner über die geltenden Regeln und sorgen gemeinsam mit Hausbetreuung und Handelspartnern dafür, dass zurückgelassene Einkaufswagerl rasch wieder in die Supermärkte zurückkommen.

Wiener Wohnen setzt auf definierte Sammelstellen, regelmäßige Abholungen durch die beteiligten Handelsunternehmen sowie gezielte Kontrollen vor Ort. Teure Entsorgung: Das Abstellen eines Einkaufswagerls in einer Wohnhausanlage kann ein Strafmandat über 50 Euro nach sich ziehen, wenn man dabei ertappt wird.

Über 21.000 Entrümpelungen durchgeführt

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Entfernen von Dingen, die illegal abgestellt wurden. Im ersten Halbjahr 2026 gab es insgesamt 21.293 Entrümpelungen. Am häufigsten waren Müllplätze betroffen, nämlich 8.874 Mal. Dann folgen allgemeine Teile des Hauses wie Kellergänge und Dachböden mit 7.136 Entrümpelungen. In Müllräumen gab es 1.764 Entrümpelungen.
Oft beanstandet werden Sperrmüll, der abgelagert wird, Verschmutzungen, weggeworfene Zigaretten, illegal abgestellte Einkaufswagerl und Hundekot, der nicht entfernt wurde.

Service-Hotline rund um die Uhr erreichbar

Bewohner können Hinweise zu akuten Verunreinigungen, Sperrmüllablagerungen, zurückgelassenen Einkaufswagerln oder sonstigen Missständen rund um die Uhr über die Wiener-Wohnen-Service-Nummer 05 75 75 75 melden. Die Service-Hotline ist an sieben Tagen in der Woche erreichbar.

Quelle: OTS

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