ORF „Eco“ zeigt, warum Gemeinden trotz Geldnot nicht pleitegehen

Pia ProdingerPia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Das ORF-Wirtschaftsmagazin „Eco“ widmet sich am Donnerstag, 10. September, um 22.30 Uhr in ORF 2 den finanziellen Problemen österreichischer Gemeinden. Moderator Dieter Bornemann präsentiert unter anderem einen Beitrag über die Budgetkrise in Graz.

Das Wirtschaftsmagazin „Eco“ beleuchtet am Donnerstag, 10. September 2026, um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON die finanzielle Lage österreichischer Gemeinden. Dieter Bornemann moderiert die Sendung mit drei Schwerpunktthemen.

Jede zweite Gemeinde gibt mehr aus als sie einnimmt

Im Mittelpunkt steht die Frage, was geschieht, wenn Gemeinden in finanzielle Schieflage geraten. Hierzulande gibt jede zweite Gemeinde mehr Geld aus, als sie einnimmt. Die Folgen: Volksschulen werden nicht saniert, Eislaufplätze bleiben geschlossen, im Freibad fehlt die Badeaufsicht.

Als aktuelles Beispiel dient Graz, die zweitgrößte Stadt des Landes. Seit vergangener Woche sorgt ein Budgetloch von 35 Millionen Euro für Schlagzeilen. Der Beitrag von Matthias Linke und Ines Ottenschläger geht der Frage nach, wen Sparmaßnahmen als Erstes treffen. Zudem wird erklärt, warum seit den 1930er Jahren trotz finanzieller Schwierigkeiten keine österreichische Gemeinde mehr pleite gegangen ist.

Nord-Stream-Sprengung und Bauschutt-Recycling

Ein weiterer Beitrag beschäftigt sich mit der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines im Jahr 2022. Die Gasleitungen zwischen Russland und Deutschland wurden in 80 Meter Tiefe unter der Ostsee sabotiert – der größte Sabotageakt der europäischen Nachkriegsgeschichte. Vier Jahre später steht ein Verdächtiger vor Gericht. Journalist Bojan Pancevski vom „Wall Street Journal“ hat den Fall detailliert rekonstruiert und sagt gegenüber „Eco“, die Spur führe in die Ukraine. Der Bericht stammt von Michael Mayrhofer und Max Nicholls.

Das dritte Thema widmet sich der Verschwendung von Rohstoffen in der Bauindustrie. In Österreich fallen jährlich mehr als 50 Millionen Tonnen Material beim Abriss von Gebäuden oder beim Tunnelbau an. Vieles davon enthält wertvolle Rohstoffe, die technisch bereits wiederverwertet werden könnten. Zoe Raftl zeigt in ihrem Beitrag, warum hoher Kostendruck und alte Gewohnheiten das Recycling am Bau bremsen und der Kreislauf in der Praxis noch nicht funktioniert.

Quelle: OTS

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