ORF streicht tägliches „ZiB Magazin“ aus Spargründen

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk beendet die vierminütige Infosendung „ZiB Magazin“ mit Jahresende. Die Einstellung ist eine der ersten Sparmaßnahmen in der ORF-Information. Ab 2027 soll die Marke in anderer Form weitergeführt werden.
Das „ZiB Magazin“ wird in seiner bisherigen Form als tägliche Sendung eingestellt. Die rund vier Minuten lange Informationssendung, die kurz nach 20 Uhr ausgestrahlt wird, fällt den Sparmaßnahmen des ORF zum Opfer. Wie der Sender gegenüber der APA bestätigte, zählt die Einstellung mit Jahresende zu den ersten Schritten im Rahmen der erforderlichen Einsparungen in der ORF-Information.
Ganz verschwinden soll die Marke „ZiB Magazin“ jedoch nicht. Für 2027 sind zehn bis zwölf Ausgaben mit einer Länge von jeweils rund 50 Minuten geplant. Das neue Format soll Elemente eines Magazins, einer Reportage und einer Dokumentation miteinander verbinden.
Einsparungen in Millionenhöhe erwartet
Die ORF-Chefredaktion rechnet durch die Umstellung mit Einsparungen im hohen sechsstelligen Bereich. Gleichzeitig erwartet man sich eine höhere Reichweite. Welche Sendung künftig den bisherigen Sendeplatz übernimmt, ist derzeit noch offen.
Auch die Zukunft der „Millionenshow“ ist noch nicht endgültig geklärt. Laut ORF ist das Format bis Sommer 2027 finanziert. Über die Zeit danach werde im Rahmen langfristiger Planungen entschieden.
Medientage setzen Schwerpunkte auf Zukunftsthemen
Die Österreichischen Medientage gehen heuer am 23. und 24. September am Erste Campus in Wien zum 33. Mal über die Bühne. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die schwierige finanzielle Lage vieler Medienhäuser, internationale Konkurrenz, technologische Entwicklungen, die geplante Neuordnung der Medienförderung sowie die angestrebte Reform des ORF.
Als Keynote-Speaker wurden unter anderem Ulrike Franke, Senior Policy Fellow beim European Council on Foreign Relations, Medienwissenschafter Martin Andree, Dörte Spengler-Ahrens von der Jung von Matt Gruppe sowie Jie Mei von der Linzer Interdisciplinary Transformation University angekündigt.
Geplant sind zudem Diskussionen zu Themen wie der Rolle österreichischer Medien im Wettbewerb, der Bedeutung von Newsfluencern sowie dem Einsatz von Sprach-KI im Lokaljournalismus. Auch ein Fireside-Chat mit Gerhard Zeiler, Chairman von Warner Bros. Discovery International, steht auf dem Programm. Der Preis für einen Konferenzpass liegt bei 799 Euro, ein Tagespass kostet 469 Euro.
Neue „Alpentod“-Folgen in Produktion
ServusTV und RTL setzen die Krimireihe „Alpentod“ fort und produzieren zwei weitere 90-minütige Filme. Das bekannte Ermittlerteam mit Veronica Ferres, Tim Oliver Schultz und Marie Sonnleitner kehrt dafür zurück. Neu zum Ensemble stoßen unter anderem Karl Markovics und Murathan Muslu.
Die Dreharbeiten laufen bereits in Hallein, Salzburg und Umgebung. Die Ausstrahlung der neuen Filme ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Im Fall „Tod Ex Machina“ führt ein mysteriöser Mord in der Berchtesgadener Bergwelt die Ermittler zu einer Aussteigergemeinschaft. In „Keiner kommt davon“ steht ein Tötungsdelikt in einem traditionsreichen Sägewerksbetrieb im Zentrum der Handlung.
Papageno-Medienpreis für ORF-Journalisten
Der diesjährige Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung geht an Leon Hoffmann-Ostenhof. Der Journalist wurde für seinen ORF-„Thema“-Beitrag „Bauernburnout – Wenn Bauern nicht mehr können“ ausgezeichnet, der bereits 2025 ausgestrahlt wurde. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.
Die Jury würdigte insbesondere den offenen Umgang der Protagonisten mit psychosozialen Krisen und deren Bewältigung. Hoffmann-Ostenhof zeigte sich erfreut darüber, dass der Beitrag möglicherweise dazu beigetragen habe, Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen im ländlichen Raum abzubauen.
Gesundheitsministerin Korinna Schumann betonte bei der Preisverleihung die Bedeutung einer verantwortungsvollen Berichterstattung. Sensible journalistische Arbeit könne einen wichtigen Beitrag zur Suizidprävention leisten, während sensationsorientierte Darstellungen Risiken erhöhen könnten. Sie dankte allen Medienschaffenden, die Hilfsangebote sichtbar machen und das Thema psychische Gesundheit stärker in die Öffentlichkeit rücken.
Hilfsangebote für Menschen mit Suizidgedanken sowie deren Angehörige finden sich auf dem Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums unter www.suizid-praevention.gv.at. Spezielle Informationen für Jugendliche stehen unter www.bittelebe.at zur Verfügung.
Quelle: APA
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