ORF würdigt Peter Simonischek zum 80. Geburtstag

Der ORF erinnert mit einem umfangreichen Programm an den 2023 verstorbenen Schauspieler Peter Simonischek, der am 6. August 80 Jahre alt geworden wäre. In ORF 2 und ORF III werden mehrere Spielfilme sowie eine Dokumentation gezeigt.
Zu Ehren von Peter Simonischek, der heuer seinen 80. Geburtstag gefeiert hätte, strahlt der ORF eine Reihe von Produktionen mit dem beliebten Theater- und Filmschauspieler aus. Die Filme und Dokumentationen sind auch über ORF ON abrufbar.
Filme in ORF 2
Den Auftakt macht am 4. August um 23.20 Uhr das Drama „Bergfried“, das sich einem dunklen Kapitel der österreichischen Geschichte widmet. Fabrizio Bucci spielt darin einen Mann, der Anfang der 1980er Jahre in einem Bergdorf nach jenem ehemaligen SS-Mann sucht, der seine Familie erschossen hat. Peter Simonischek ist in einer der Rollen zu sehen.
Am 6. August um 0.05 Uhr folgt das Roadmovie „Dolmetscher“, in dem Simonischek gemeinsam mit Oscar-Preisträger Jiří Menzel auf die Spuren der Nazi-Vergangenheit geht.
Am Samstag, 8. August, um 9.30 Uhr zeigt ORF 2 die TV-Movie „Alles Glück dieser Erde“ aus dem Jahr 2003. Darin verkörpert Simonischek einen Tierarzt, der das Herz von Uschi Glas erobert. Die Produktion stammt von Otto Retzer.
Um 11.00 Uhr läuft anschließend das Historiendrama „Geliebter Johann Geliebte Anna“ von Julian Pölsler aus dem Jahr 2009. Der Film erzählt die Liebesgeschichte zwischen Erzherzog Johann (Tobias Moretti) und der Postmeisterstochter Anna Plochl (Anna Maria Mühe). Simonischek übernimmt die Rolle von Annas Vater.
Dokumentation über Kindheit und Werdegang
Am Sonntag, 9. August, um 9.30 Uhr steht „Orte der Kindheit – Peter Simonischek“ auf dem Programm. Die Dokumentation von Ute Gebhardt aus dem Jahr 2014 begleitet den Schauspieler gemeinsam mit Kulturmoderator Peter Schneeberger auf eine Reise in seine Vergangenheit.
Simonischek verbrachte seine Kindheit im oststeirischen Markt Hartmannsdorf, die Mittelschulzeit absolvierte er im Internat in Sankt Paul im Lavanttal. Dort trat er mehrfach im Schülertheater auf. Eigentlich sollte er wie sein Vater Dentist werden, meldete sich aber heimlich an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz zur Schauspielausbildung an.
Seine Karriere führte ihn an alle großen deutschsprachigen Bühnen. Seit 1999 gehörte er zum Ensemble des Wiener Burgtheaters, später wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Mehr als acht Jahre lang verkörperte er den „Jedermann“ am Salzburger Domplatz. Internationale Bekanntheit erlangte der Steirer durch die Titelrolle in „Toni Erdmann“, die 2016 sogar für den Auslands-Oscar nominiert war.
In der Dokumentation erinnert sich Simonischek an seine Zeit als Ministrant, an Wanderungen mit dem Vater und an Sommerferien bei den Großtanten in Slowenien.
Spielfilme in ORF III
ORF III zeigt am Freitag, 7. August, um 20.15 Uhr den Film „An seiner Seite“ (Wiederholung am Sonntag, 9. August, um 17.05 Uhr). Simonischek spielt darin den Stardirigenten Walter Kler, dessen Ehefrau Charlotte (Senta Berger) seit Jahrzehnten rund um den Globus reist – auf Kosten ihrer eigenen Träume und des Familienlebens. Als Walter sein Versprechen bricht, endlich kürzer zu treten, sucht Charlotte ein Ventil für ihre Frustration und findet es in der Freundschaft mit dem Witwer Martin (Thomas Thieme).
Um 21.50 Uhr folgt „Gott schützt die Liebenden“ (Wiederholung am Sonntag, 9. August, um 15.30 Uhr). Simonischek verkörpert den Kriegsreporter Paul Holland, der zum Zyniker geworden ist und seinen Glauben an Gott verloren hat. Als seine Freundin Sybille (Iris Berben) spurlos verschwindet, macht er sich selbst auf die Suche. Je mehr er erfährt, desto größer wird der Verdacht, dass Sybille auf der Flucht vor ihrer kriminellen Vergangenheit ist.
Quelle: OTS
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