ORF zeigt Doku über Alpinismus und Gesundheit

Christine Reiler erkundet am 21. Juli in ORF 2 die medizinischen Wirkungen der Bergwelt. Die Sendung beleuchtet unter anderem, wie Höhenluft auf den Stoffwechsel wirkt und warum Almkräuter besondere Inhaltsstoffe entwickeln.
Am Dienstag, dem 21. Juli 2026, um 21.05 Uhr strahlt ORF 2 die Dokumentation „G'sunder Sommer in Österreich – Die Kraft der Berge“ aus. Ärztin und Moderatorin Christine Reiler untersucht darin das Wechselspiel zwischen Alpinismus und Medizin. Die Sendung ist auch auf ORF ON verfügbar.
Auf der Postalm trifft Reiler Sennerin Bernadette Gerauer, die jeden Sommer ihren Klinikalltag gegen die Bergwelt tauscht. Die Verringerung äußerer Reize kann den Cortisolspiegel senken und damit vor Burnout schützen, wie die Sendung zeigt.
Studie zu Bergwandern und Stoffwechsel
Eine Untersuchung der Paracelsus Privatuniversität erforscht, wie regelmäßiges Bergwandern das metabolische Syndrom beeinflusst. Dabei geht es um die Kombination aus Bluthochdruck, Übergewicht und gestörtem Zuckerstoffwechsel.
Biochemikerin Renée Schröder untersucht am Leierhof die Wirkstoffe von Almkräutern. Die extremen Bedingungen in der Höhe lassen Pflanzen Inhaltsstoffe entwickeln, die im Flachland selten vorkommen und medizinisches Potenzial haben.
Eisbaden und Gletscherwelten
Im Natureispalast in Tux zeigt die Dokumentation eine Welt aus gefrorenem Eis. Gletscher speichern Süßwasser, regulieren den Wasserhaushalt und gelten als Indikatoren für den Klimawandel. In einem unterirdischen See wird das Eisbaden thematisiert. Wissenschaftliche Belege für gesundheitliche Effekte fehlen zwar, doch viele Menschen berichten von gesteigertem Selbstvertrauen und Motivation.
Der 101-jährige Gottfried Bistumer aus Radenthein steht seit 97 Jahren auf Skiern. Reiler besucht den Kärntner und fährt gemeinsam mit ihm ab.
Vorsicht bei Vorerkrankungen
Sportmediziner Robert Fritz betont die Notwendigkeit gründlicher Vorbereitung, besonders bei Herz-, Lungen- oder Stoffwechselerkrankungen. Berni Kaut bestieg nach einer schweren Covid-Erkrankung und beidseitiger Lungentransplantation den Großglockner – begleitet von seinem Ärzteteam.
Reisemedizinerin Ursula Hollenstein testet mit Reiler die Anfälligkeit für Höhenkrankheit. Die Anpassungsfähigkeit an dünne Luft ist weniger eine Frage der Fitness als vielmehr genetisch bedingt, wie sich zeigt.
Bei den Wiener Hausbergen holt sich die Moderatorin Rat von erfahrenen Bergführern zur Tourenplanung. Die Sendung zeigt, wie schmal der Grat zwischen gesundheitsfördernder Bewegung und ernsthaftem Risiko sein kann.
Quelle: OTS
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