ORF zeigt Doku zu 20 Jahren Grafenegg Festival

Mathias FischerMathias Fischer
Grafenegg Festival: Schloss, Wolkenturm, Auditorium und Neuer Konzertsaal in NÖ
© Mit KI (Gemini) generiert

Am Sonntag, 9. August, widmet sich die „kulturMATINEE“ in ORF 2 ab 9.05 Uhr dem Jubiläum des Grafenegg Festivals. Zudem wird Peter Simonischek anlässlich seines 80. Geburtstags mit einer Porträt-Sendung gewürdigt.

Die „kulturMATINEE“ am Sonntag, 9. August 2026, um 9.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON präsentiert eine Dokumentation über zwei Jahrzehnte Grafenegg Festival. Moderatorin Lillian Moschen führt durch das Programm, das mit der von ORF Niederösterreich produzierten Doku „20 Jahre Grafenegg Festival – eine Bühne für Weltstars“ startet. Die Sendung erscheint im Vorfeld der Übertragung des Festival-Eröffnungskonzerts am 14. August um 22.30 Uhr.

Vom Anfang zum Hotspot der klassischen Musik

Das Grafenegg Festival in Niederösterreich begeht heuer sein 20-jähriges Bestehen. Aus den Anfängen hat sich die Veranstaltung zu einem herausragenden Event der klassischen Musik mit großem Publikumsandrang entwickelt. Internationale Stars, Solistinnen, Solisten und Orchester treten dort auf, darunter das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich als Residenzorchester.

Die Dokumentation von Andi Leitner zeichnet die Entwicklung des Festivals nach. Sie beleuchtet auch die bauliche Entwicklung des Standorts: das Schloss, die Open-Air-Bühne Wolkenturm im Park, die Reitschule, das Auditorium sowie den neuen Buchbinder-Saal während seiner Entstehung. Künstlerinnen, Künstler, Wegbegleiter und Zeitzeugen kommen zu Wort, ebenso Starpianist Rudolf Buchbinder, der als langjähriger künstlerischer Leiter gilt.

Peter Simonischek zum 80. Geburtstag

Im Anschluss um 9.30 Uhr widmet sich die Porträtreihe „Orte der Kindheit“ dem 2023 verstorbenen Schauspieler Peter Simonischek. Die Sendung ist Teil eines Programmschwerpunkts zu seinem 80. Geburtstag am 6. August.

Der gebürtige Steirer verbrachte seine Kindheit im oststeirischen Markt Hartmannsdorf, die Mittelschulzeit im Internat in Sankt Paul im Lavanttal. Dort trat er mehrfach im Schülertheater auf. Entgegen dem Wunsch seines Vaters, Dentist zu werden, meldete er sich heimlich an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz zur Schauspielausbildung an.

Seine Karriere führte ihn an alle großen deutschsprachigen Bühnen. Seit 1999 war Simonischek im Ensemble des Wiener Burgtheaters, später wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Mehr als acht Jahre verkörperte er den „Jedermann“ am Salzburger Domplatz und wurde damit zum Rekorddarsteller dieser Rolle. Internationale Bekanntheit erlangte er durch die Titelrolle in der Tragikomödie „Toni Erdmann“, die 2016 für den Auslands-Oscar nominiert war.

Für die Dokumentation begab sich der Schauspieler 2014 gemeinsam mit Kulturmoderator Peter Schneeberger auf die Spuren seiner Herkunft: seine Zeit als Ministrant, Wanderungen mit dem Vater und Sommerferien bei den Großtanten in Slowenien. Die Dokumentation gestaltete Ute Gebhardt.

Um 10.00 Uhr folgt eine Wiederholung der Sendung „Traumschlösser und Ritterburgen – Vom Grazer Umland nach Maribor“. Den Abschluss des Kulturvormittags bildet um 10.50 Uhr „Die Kulturwoche“ mit aktuellen Berichten und Tipps.

Quelle: OTS

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