ORF zeigt Festspiele Burgenland und Dirigentin Mallwitz

Mathias FischerMathias Fischer
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Die „kulturMATINEE“ am 26. Juli widmet sich dem burgenländischen Festspielsommer mit „Tosca“ und „Ein Käfig voller Narren“. Danach folgt ein Porträt über Joana Mallwitz, Chefdirigentin des Konzerthausorchesters Berlin.

Am Sonntag, 26. Juli 2026, um 9.05 Uhr präsentiert Clarissa Stadler in ORF 2 und auf ORF ON die „kulturMATINEE“. Die Sendung beginnt mit einer Dokumentation des ORF-Landesstudios Burgenland über zwei Großproduktionen des Festspielsommers im Burgenland.

Puccinis „Tosca“ und Travestie-Musical in Mörbisch

Die Dokumentation „Mord, Macht und Männer in Strapsen“ beleuchtet die Neuinszenierung von Giacomo Puccinis Oper „Tosca“ in der Oper im Steinbruch St. Margarethen sowie das Travestie-Musical „La Cage aux Folles – Ein Käfig voller Narren“ bei den Seefestspielen Mörbisch.

Puccinis Werk erzählt von der Opernsängerin Tosca, dem Maler Cavaradossi und dem skrupellosen Polizeichef Scarpia zur Zeit der Napoleonischen Kriege um 1800. Regisseur Thaddeus Strassberger inszeniert das Meisterwerk im Steinbruch. Das Making-of-Team begleitete die Produktion ein halbes Jahr lang und dokumentiert die Verwandlung des Steinbruch-Areals in eine barocke Bühne, die Kostümfertigung in einer Mailänder Werkstätte sowie den technischen Aufwand. Der Philharmonia Chor Wien und der Kinderchor Gumpoldskirchner Spatzen singen erstmals gemeinsam auf der Freiluftbühne. Die Dokumentation von Bettina Treiber und Silvia Freudensprung-Schöll führt auch in die Puccini-Villa in der Toskana.

„La Cage aux Folles“ von Jean Poiret zählt mittlerweile zu den erfolgreichsten Musicals. Der Song „I Am What I Am“ wurde zur Hymne für Toleranz. Die Geschichte handelt vom schwulen Paar Albin und Georges, die in St. Tropez den Nachtclub „La Cage aux Folles“ betreiben. Albin begeistert als Dragqueen „Zaza“ das Publikum. Konflikte entstehen, als ihr Sohn die Tochter eines erzkonservativen Politikers heiraten möchte. Die Dokumentation zeigt den Weg von der Audition über Bühnenaufbau und Kostümfertigung bis zur Premiere. In die Rolle der „Zaza“ schlüpfen abwechselnd Alfons Haider und Drew Sarich, Mark Seibert steht an ihrer Seite.

Porträt einer Ausnahmedirigentin

Um 9.30 Uhr folgt das Porträt „Joana Mallwitz – Dirigentin: Der Weg nach Berlin“. Joana Mallwitz gilt als eine der erfolgreichsten deutschen Dirigentinnen der Gegenwart. Sie wurde als jüngste Generalmusikdirektorin Europas bekannt und übernahm im August 2023 die Position als Chefdirigentin des Konzerthausorchesters Berlin, eines der großen Traditionsorchester in Deutschland.

Regisseur Günter Atteln begleitete Mallwitz zwei Jahre lang mit der Kamera. Der Film zeigt die Musikerin während einer entscheidenden Phase ihrer internationalen Karriere, in der sie mehrere Debüts in Europa absolvierte. Gleichzeitig wurde sie Mutter ihres ersten Kindes, was eine völlige Neuorganisation für sie und ihren Ehemann bedeutete.

Der Film zeichnet ein nahes Bild der Künstlerin als perfektionistische Arbeiterin, Musikvermittlerin und energetische Orchesterleiterin. Der enorme Druck des Dirigierberufs wird dabei spürbar. Bei den heurigen Salzburger Festspielen leitet Mallwitz die erweiterte Neueinstudierung der „Così fan tutte“-Neuproduktion am Pult der Wiener Philharmoniker. Im September feiert sie ihren 40. Geburtstag.

Den ORF-Kulturvormittag beschließt um 10.25 Uhr „Die Kulturwoche“ mit aktuellen Berichten und Tipps.

Quelle: OTS

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