Palfinger: Gewinn trotz Iran-Krieg nur leicht gesunken

Pia ProdingerPia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Salzburger Kranhersteller Palfinger verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Gewinnrückgang von vier Prozent auf 48 Millionen Euro. Der Umsatz legte hingegen um zwei Prozent auf rund 1,17 Milliarden Euro zu.

Der börsennotierte Salzburger Konzern Palfinger spürte im zweiten Quartal die Folgen des Iran-Kriegs. Wie Palfinger-Chef Andreas Klauser am Dienstag mitteilte, habe die Marktunsicherheit im zweiten Quartal 2026 spürbar zugenommen und Investitionsentscheidungen in wichtigen Märkten verzögert.

Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf rund 90 Millionen Euro. Neben dem Nahost-Konflikt belasten auch die US-Zölle die Geschäftsentwicklung des Kranherstellers.

Der Iran-Krieg habe zu einer Eintrübung des Marktumfelds in den Regionen Nordamerika, Mittlerer Osten und Asien-Pazifik geführt und die Nachfrageentwicklung stärker als erwartet belastet, teilte das Unternehmen mit. In Europa, Naher Osten und Afrika sei die Nachfrage hingegen robust gewesen.

25 Millionen Euro Einsparungen geplant

Aufgrund der veränderten Marktbedingungen hat Palfinger ein gruppenweites Effizienzprogramm gestartet. Das Unternehmen will unter anderem Strukturen vereinfachen, das globale Produktions- und Beschaffungsnetzwerk optimieren und durch Automatisierung zusätzliche Produktivitätssteigerungen erreichen.

Durch das Programm sollen rund 25 Millionen Euro an Strukturkosten eingespart und die Kostenbasis für 2027 stabil gehalten werden.

Trotz eines herausfordernden Marktumfelds will Palfinger im Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz und ein operatives Ergebnis über dem Vorjahresniveau erreichen. Das Unternehmen verwies dabei auf eine starke Marktposition und ein ausgewogenes Geschäftsmodell.

Quelle: APA

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