Palfinger-Werk Maribor fertigt über 1.000 Krane pro Jahr

Pia ProdingerPia Prodinger
Hafen mit Kran, Schiff und Windrädern, Stahlproduktion mit Roboter und Förderband.
© Mit KI (Gemini) generiert

Der österreichische Technologiekonzern Palfinger betreibt in der slowenischen Stadt Maribor eine Produktionsstätte mit knapp 830 Mitarbeitern. Das 1993 gegründete Werk stellt Marine- und Landkrane sowie ein 3D-Drucksystem für Gebäude her.

Das Palfinger-Werk in Maribor beschäftigt rund 830 Mitarbeiter, davon 120 im Bereich Palfinger Marine. Wie Werkleiter Michael Steiner erklärt, produziert die Anlage verschiedene Krantypen für den maritimen und landgestützten Einsatz. Der Schwerpunkt liegt auf Marine-, Offshore- und Windkranen sowie einem neuen 3D-Hausdrucker mit dem Codenamen Titan, einem großformatigen Robotersystem zum automatischen Druck von Strukturen.

Für das Jahr 2026 rechnet das Werk mit der Auslieferung von mehr als 1.020 Kranen und Titan-Systemen. Die Produktionsstätte erstreckt sich über eine Fläche von 78.000 Quadratmetern, wovon 3.000 Quadratmeter ausschließlich der Montage von Palfinger-Marine-Produkten dienen.

Tägliche Verarbeitung von 55 Tonnen Stahl

Pro Tag werden am Standort etwa 55 Tonnen Stahl verarbeitet. Viele Komponenten werden laut Steiner im eigenen Haus gefertigt, was eine reibungslose Belieferung von Kunden aus Bereichen wie Aquakultur und Fischerei ermögliche. Heuer unterstützte das Werk Projekte langjähriger Partner im Offshore-Wind-Bereich wie Siemens Gamesa und Vestas.

Jede Komponente durchläuft strenge Genehmigungsverfahren bei Klassifikationsgesellschaften wie DNV. Durch sogenannte Manufacturing Survey Arrangements könnten zertifizierte Palfinger-Mitarbeiter Teilkomponenten intern mit einem DNV-Stempel validieren. Nur der fertige Kran benötige dann noch eine externe Abnahme durch einen Gutachter der Klassifikationsgesellschaft.

Virtuelle Tests und maßgeschneiderte Großkrane

Die enge Zusammenarbeit mit Kunden hat für Steiner hohe Priorität. Häufige Werksabnahmetests sollen sicherstellen, dass alle Erwartungen erfüllt werden. Die Einführung von Palfinger Smart Eye ermögliche es Kunden, diese Tests virtuell durchzuführen.

Projektspezifische Krane erfordern präzise Planung. Manche Teile wie Seilwinden müssen bis zu 180 Tage im Voraus bestellt werden. Ein Kran mit einem 25 Meter langen Hauptarm benötige umfangreichen Produktionsraum und zusätzliche Werkzeuge für Tests, so der Werkleiter.

Die Produktion ist eng an Schiffbau-Zeitpläne gekoppelt. Während die Auslastung von Jahr zu Jahr variiere, sei die Produktion oft in der ersten Jahreshälfte am stärksten und passe sich im Jahresverlauf an Projektpläne an. Besonders gefragt seien zuletzt PF-Krane für Übergangsplattformen auf Offshore-Windturbinen sowie der PK 34000T Gondel-Kran für die Offshore-Wind-Industrie.

Quelle: https://www.palfinger.com/worldwide/en/insights-news-and-events/news/2026/palfinger-around-the-globe--welcome-to-maribor--slovenia.html

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