PBZ Zwettl gewinnt TELEIOS für Führungskultur

Beim TELEIOS 2026 in Baden holte das Pflege- und Betreuungszentrum Zwettl den ersten Platz in der Kategorie Führungskultur. Ausgezeichnet wurde ein Führungsleitbild, das auf sechs Werten basiert.
Der österreichische Preis für Qualität in der Altenpflege ging in der Kategorie Führungskultur an das Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) Zwettl. Die Auszeichnung wurde beim TELEIOS 2026 in Baden verliehen. Der Preis wird vom Lebenswelt Heim Bundesverband alle zwei Jahre für umgesetzte Projekte in Pflegeheimen vergeben.
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister gratulierte dem Team: „Das ist eine großartige Auszeichnung, auf die wir in Niederösterreich wirklich stolz sein können. Gute Pflege beginnt bei guter Führung. Das Team im PBZ Zwettl zeigt auf beeindruckende Weise, wie gelebte Werte im Arbeitsalltag spürbar werden, für die Mitarbeitenden ebenso wie für die Bewohnerinnen und Bewohner.“
Führungsleitbild mit sechs Werten
Prämiert wurde das Projekt „Die 6 E – Führungsleitbild PBZ Zwettl“. Sechs Werte bilden einen verbindlichen Orientierungsrahmen für den Alltag: Evidenz, Effizienz, Ethik, Exzellenz, Entwicklung und Empathie. Das Leitbild dient als Bezugspunkt, wenn Entscheidungen begründet, Interessen abgewogen und Prioritäten gesetzt werden müssen.
Andreas Reifschneider, Geschäftsführer der Gesundheit Waldviertel GmbH, betonte: „Der Erfolg des PBZ Zwettl zeigt, welchen hohen Stellenwert eine werteorientierte Führungskultur in unseren Pflege- und Betreuungszentren einnimmt. Diese Auszeichnung ist eine verdiente Anerkennung für das Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diese Werte täglich leben.“
Orientierung statt Vorgaben
Führung soll Richtung geben und eigenverantwortliches Handeln ermöglichen, statt jeden Schritt vorzugeben. Roland Hofbauer, Kaufmännischer Direktor des PBZ Zwettl, erklärte: „Ein Leitbild, das niemanden herausfordert, ist bloß Dekoration. Unsere sechs E müssen sich dort bewähren, wo Führung wirklich stattfindet: bei knappen Ressourcen, unterschiedlichen Interessen und unbequemen Entscheidungen. Und die Ersten, die sich daran messen lassen müssen, sind wir selbst.“
Pflegedirektorin Silvia Neugschwandtner hob den gemeinsamen Weg hervor: „Keiner der sechs Werte steht über dem anderen. Wissen und Bauchgefühl, Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit – das müssen wir jeden Tag zusammenbringen. Dass eine Jury diese Arbeit so würdigt, freut uns enorm und die Anerkennung gehört dem ganzen Team.“
Die sechs Werte bilden bewusst keine Rangliste. Entscheidungen sollen fachlich fundiert, wirtschaftlich verantwortbar und ethisch vertretbar sein – mit hoher Qualität, Raum für Entwicklung und dem Menschen im Mittelpunkt. Führung wird so nachvollziehbar und überprüfbar.
Quelle: OTS
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