Pecherpfad Hölles erreicht über 2000 Besucher an einem Wochenende

Mathias FischerMathias Fischer
Pfadfinder-Veranstaltung in Österreich: Mann erklärt Gruppe Produkte auf einem Tisch
© Gemeinde Matzendorf-Hölles

Die Initiatorengruppe des Pecherpfads Hölles warb am Wochenende überregional für das Unesco-Kulturprojekt. Beim Alpenvereinsfest in Bad Fischau-Brunn und bei einer Sonderfahrt mit historischen Straßenbahnen in Wien kamen insgesamt mehr als 2000 Gäste.

Ernst Schagl, Projektleiter des Pecherpfads, zeigte sich erfreut über den Erfolg zum Abschluss der 30-Jahr-Feierlichkeiten. Das Unesco-Kulturprojekt präsentierte sich als Botschafter des alten Pecherhandwerkes sowie der Gemeinde und der Heurigenkultur an zwei Tagen.

Am Samstag, 26. September, fand das große Alpenvereinsfest bei der Eisensteinhöhle in Bad Fischau-Brunn statt. Der Pecherpfad beteiligte sich mit zwei Pecher-Schauvorführungen beim Pechbaum neben dem Alpenvereinshaus. Seit 2018 wird dort ein Pech-Schaubaum bearbeitet. Für Kinder gab es einen Pechheferl-Bockerl-Zielwurf, zudem stand ein Infostand zur Verfügung.

Das Fest bot zahlreiche Attraktionen wie Schnupperklettern, Höhlenführungen und eine Bergeübung der Bergrettung Hohe Wand beim neuen Übungsklettersteig. Auch Wander-Accessoires und Hüttenschmankerl wurden angeboten. Zwei Waldtiere, ein junger Mäusebussard und ein großes Wiesel, die Bürgermeister Franz Stiegler beim Walderlebnis-Kindernachmittag gespendet hatte, waren bei den Kindern begehrte Fotomotive.

Reinhard Kernegger, Obmann der Alpenverein-Sektion Wiener Neustadt, erklärte den Gästen am Pecherstand, dass die Sektion mit 2800 Mitgliedern zu den größten Teilorganisationen Österreichs zähle. Sie biete für alle Altersgruppen vielfältige Freizeitprogramme von besonders geschultem Fachpersonal, von der Alpenvereinsjugend bis zu geführten Senioren- und Mehrtages-Wandertouren in traumhafter Berglandschaft sowie Natur- und Höhlenführungen und Radausflüge.

Historische Straßenbahnen am Tag des Denkmals

Am Sonntag, 27. September, folgte am Tag des Denkmals eine ganztägige Werbetour mit zwei denkmalgeschützten, historischen, fast 100 Jahre alten Straßenbahnzügen rund um die Wiener Ringstraße. Die Fahrten waren kostenlos, mit längeren Halten am Karlsplatz und Schwedenplatz sowie Kurzhalten beim Schotten- und Stubentor, wo Gäste ein- und aussteigen konnten.

Im Dreiwagenzug konnten 12 museale Einrichtungen vom Verein „Abenteuer Industrie“ jeweils fünf Minuten lang ihr Projekt und ihre Gemeinde präsentieren und anschließend Werbeprospekte verteilen. Ein Musiker unterhielt die Fahrgäste mit Wienerliedern.

Uschi Seemann, Schriftführerin, und Elisabeth Portele, Obfrau des Tramwaymuseums Traiskirchen und Organisatorin, beide von „Abenteuer Industrie“, zogen am Montag, 28. September, eine erfreuliche Bilanz des Werbetages mit dem rollenden Museum. 1782 Gäste, davon 1495 Erwachsene und 287 Kinder sowie vier Hunde und ein Berufsfotograf waren in beiden Sonderzügen unterwegs. Im Dreierzug fuhren mehr als 1000 Personen mit, der Rest im Zweiwagenzug mit Holzkasten-Anhängerwagen. Die Zahlen sind bekannt, weil die Schaffner jedem Gast eine historische nachgedruckte Fahrkarte mit Zählnummer übergaben.

Ein Fahrgast meinte nach der ersten Ringrunde, man sehe die eindrucksvollen Prachtbauten wie etwa Heldentor und Hofburg, Kunst- und Naturhistorisches Museum, Parlament, Burgtheater und Rathaus, wo gerade der Circus Roncalli gastiere, von der Straßenbahn aus einer ganz anderen Perspektive als wenn man nur mit dem Auto vorbeifahre.

Letzte Schauvorführungen im Oktober

Am 21. Oktober gibt es wegen mehrerer Einzelanfragen nochmals eine letzte Schauvorführung 2026 am Pecherpfad für Interessierte, und zwar nach einer Busreisegruppe aus Wien mit Beginn 16 Uhr. Gleich anschließend findet nur nach Voranmeldung bis 19. Oktober unter der Nummer 0664/3230237 ein Workshop mit Herstellung des heilkräftigen Pechbalsams statt.

Saisonschluss ist am 26. Oktober mit dem Pecherhahn. Um 14.30 Uhr findet im Rahmen des 1. Gerhard Schrammel-Gedenkwandertages auch ein Totengedenken mit Geläute der Pecherglocke statt, nicht nur für die Pecher, sondern auch für den verstorbenen geschäftsführenden Gemeinderat Mag. Schrammel, der beim Unesco-Aufnahmeverfahren aktiv mitgearbeitet hat.

Kletterkurs in Wien: Trainer erklärt Gruppe am Waldesrand die Technik.
© Gemeinde Matzendorf-Hölles

Quelle: https://www.matzendorf-hoelles.at/Pecherpfad_auf_Werbetour_1

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