Pensionslücke in Kärnten: Frauen erhalten 39 Prozent weniger

In Kärnten liegt die durchschnittliche Brutto-Pension von Frauen bei rund 1.550 Euro monatlich, während Männer knapp 2.500 Euro beziehen. Das entspricht einer jährlichen Differenz von etwa 13.800 Euro, so die Arbeiterkammer Kärnten.
Die Pensionslücke zwischen den Geschlechtern zeigt sich in Kärnten deutlich: Während Männer im Schnitt knapp 2.500 Euro Brutto-Pension pro Monat erhalten, müssen Frauen mit etwa 1.550 Euro auskommen. Auf das Jahr gerechnet ergibt das einen Unterschied von rund 13.800 Euro, wie Michaela Eigner-Pichler, Gleichstellungsreferentin der Arbeiterkammer Kärnten, erklärt.
Besonders betroffen sind Frauen bei der Ausgleichszulage: Zwei Drittel jener Personen, die diese Unterstützung für ein Mindesteinkommen beziehen, sind Pensionistinnen. Die Ursachen für diese Lücke liegen laut Eigner-Pichler in der Erwerbsbiografie über Jahrzehnte hinweg.
Geringeres Einkommen und Teilzeitarbeit
Frauen verdienen generell weniger als Männer in vergleichbaren Positionen. Hinzu kommt, dass viele ihre Arbeitszeit reduzieren, um Kinderbetreuung, Pflege und Haushalt zu übernehmen. „Diese unbezahlte Sorgearbeit ist immer noch ein Thema, das Frauen betrifft. Das heißt, das spiegelt sich natürlich in der Erwerbsbiografie wieder“, so Eigner-Pichler.
Maßnahmen gegen die Pensionslücke
Um die Differenz zu verringern, müssten Kindererziehungszeiten besser angerechnet und Kinderbetreuungsangebote ausgebaut werden. Zudem sollten Unternehmen verstärkt darauf hinwirken, dass Väter mehr Betreuungsaufgaben übernehmen, fordert die Gleichstellungsreferentin.
Im österreichweiten Vergleich weist Kärnten den zweitniedrigsten Pensionsunterschied auf. Eigner-Pichler führt dies darauf zurück, dass die durchschnittliche Männerpension nur in Wien niedriger ausfällt als in Kärnten.
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