PET to PET recycelte 17.100 Tonnen Flaschen

Mathias FischerMathias Fischer
Zwei Männer inspizieren Flaschen in einer Produktionshalle in Österreich.
© DarkoTodorovic|Photography|adrok.net

Das burgenländische Recyclingunternehmen PET to PET hat in den ersten sechs Monaten 2026 rund 17.101 Tonnen Getränkeflaschen recycelt. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahreszeitraum zeigt sich im Vergleich zu den Jahren vor der Pfandeinführung eine positive Entwicklung.

Die PET to PET Recycling Österreich GmbH aus Müllendorf im Bezirk Eisenstadt-Umgebung verarbeitete im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 17.101 Tonnen Getränkeflaschen. Das Einwegpfandsystem sorge auch im zweiten Jahr nach seiner Einführung für einen konsequenten Aufwärtstrend verglichen mit den Jahren davor, so das Unternehmen.

An das erste Halbjahr 2025, das unmittelbar nach der Einführung des Pfandsystems lag, reichte das Ergebnis allerdings nicht heran. Damals wurden 18.403 Tonnen im Ressourcenkreislauf gehalten, was einem Minus von sieben Prozent entspricht. Im Vergleich zu 2024 mit 16.071 Tonnen sei jedoch eine positive Entwicklung erkennbar. Die Geschäftsführer Christian Strasser und Thomas Billes erwarten heuer insgesamt ein besseres Jahresergebnis als 2025.

Sekundärrohstoffe teurer als Primärrohstoffe

Der europäische Markt für Recycling-PET stehe zunehmend unter Druck, erklärte das Unternehmen. Sekundärrohstoffe seien stabil teurer als Primärrohstoffe, die wirtschaftliche Lage zwinge immer mehr Unternehmen dazu, alle Kostensenkungspotenziale zu nutzen, betonte Strasser. Aus seiner Sicht fehlen rechtliche Rahmenbedingungen wie verpflichtende Einsatzquoten, um Wettbewerbsverzerrungen bei nachhaltigem Verhalten zu verhindern.

Kurzfristig habe sich die Situation am Sekundärrohstoffmarkt entspannt, weil der Nahost-Konflikt zu einer starken Abflachung der beginnenden Konjunkturerholung und damit zu einem Preisschub bei Primärrohstoffen geführt habe. Mittlerweile gehe die Entwicklung aber wieder in Richtung des Vorkrisenniveaus, hielt Billes fest.

Automatisierung und E-Stapler geplant

Bis kommenden Herbst plant PET to PET die Automatisierung der Ballendrahtentfernung, die bisher manuell durchgeführt wurde. Zudem sollen die Stapler im Außenbereich wie jene im Innenbereich auf elektrischen Antrieb umgestellt werden.

Quelle: APA

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