Peter Murin ist Professor für Kinderherzchirurgie

Mona HopfingerMona Hopfinger
© Mit KI (Gemini) generiert

An der Medizinischen Universität Wien hat Peter Murin mit 1. November eine Professur für Kinderherzchirurgie übernommen. Der international anerkannte Herzchirurg leitet seit Juni 2024 das Programm für Chirurgie angeborener Herzfehler und Kinderherzchirurgie.

Mit 1. November 2026 wurde Peter Murin zum Professor für Kinderherzchirurgie an der MedUni Wien ernannt. Der Herzchirurg arbeitet klinisch und wissenschaftlich vor allem an der operativen Behandlung angeborener Herzfehler bei Kindern und Erwachsenen. Sein Fokus liegt auf der Weiterentwicklung schonender und innovativer Operationsverfahren.

Leitung seit 2024

Seit Juni 2024 führt Murin die Chirurgie angeborener Herzfehler und Kinderherzchirurgie an der MedUni Wien. Die Behandlung erfolgt in enger Abstimmung mit den verschiedenen Disziplinen des Kinderherzzentrums Wien. Murin will die interdisziplinäre Zusammenarbeit ausbauen und eine neue Generation spezialisierter Chirurginnen und Chirurgen für angeborene Herzfehler ausbilden. Auch die Verbindung zur Herzmedizin für Erwachsene gewinnt dabei an Gewicht.

Spitzenposition in Europa

Die Operationsergebnisse werden seit Jahren freiwillig in die ECHSA-Datenbank eingegeben, die größte internationale Datenbank für Behandlung angeborener Herzfehler. Der jährliche internationale Vergleich zeigt: Die Kinderherzchirurgie an der Universitätsklinik für Herz- und Thorakale Aortenchirurgie der MedUni Wien gehört in den vergangenen drei Jahren sowohl bei der Operationsanzahl als auch bei der Qualität der Ergebnisse zur europäischen Spitze. Klinische Schwerpunkte sind die Behandlung komplexer angeborener Herzfehler, minimal-invasive Operationsverfahren und schonende Behandlungskonzepte für eine rasche Erholung nach dem Eingriff.

Forschung und internationale Register

In der Forschung setzt Murin auf multizentrische Register und darauf aufbauende Projekte. Ein Schwerpunkt ist die Aortenklappenchirurgie, insbesondere die Ergebnisse nach der Ross-Operation, bei der die Aortenklappe durch körpereigenes Gewebe ersetzt wird – unter anderem im Rahmen des internationalen EuroRoss-Projekts. Weitere Forschungsfelder sind myokardiale Regeneration und deren biologische Mechanismen, Aortenbogenchirurgie bei Neugeborenen sowie Adhäsionsprophylaxe bei komplexen Reoperationen im Säuglingsalter.

Lehre mit Virtual Reality

In der Lehre arbeitet Murin mit neuen Ideen und viel Praxisbezug. Seine Formate zeigen den ganzen Weg der Behandlung bei angeborenen Herzfehlern. Dieser beginnt mit der Diagnose vor der Geburt und reicht bis zur Operation. Zum Einsatz kommen 3D-Visualisierungsmethoden mittels Virtual-Reality-Technologie, intraoperative Videoaufnahmen seltener Operationen sowie praktische Übungen an dreidimensionalen Silikonmodellen realer Herzfehler und an Operationssimulatoren. Theoretisches Wissen soll eng mit praktischen Fertigkeiten verbunden werden, um angehende Chirurginnen und Chirurgen früh auf die besonderen Anforderungen der Kinderherzchirurgie vorzubereiten.

Werdegang

Murin studierte Medizin an der Comenius-Universität Bratislava und an der Georg-August-Universität Göttingen. 2006 promovierte er mit Auszeichnung. Seine zweite Promotion zum Dr. med. schloss er 2022 an der Charité – Universitätsmedizin Berlin mit Auszeichnung (magna cum laude) ab. Seine herzchirurgische Laufbahn begann am Herz- und Gefäßzentrum Oldenburg und führte ihn an renommierte Zentren wie das Deutsche Kinderherzzentrum Sankt Augustin und das Deutsche Herzzentrum Berlin. An der Klinik für Chirurgie angeborener Herzfehler des heutigen Deutschen Herzzentrums der Charité leitete er zuletzt die minimal-invasive Chirurgie sowie Forschung und Lehre. Nach dem Wechsel nach Wien habilitierte er sich 2025 an der MedUni Wien in Herzchirurgie.

Quelle: https://www.meduniwien.ac.at/web/ueber-uns/news/2026/news-im-november-2026/peter-murin-uebernimmt-professur-fuer-kinderherzchirurgie

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