PFAS-Messungen in Schwechat und Amstetten fortgesetzt

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

In Schwechat und im Bezirk Amstetten laufen weiterhin Untersuchungen auf per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Während das Trinkwasser in Schwechat erneut unter dem Grenzwert lag, zeigen erste Hausbrunnen-Proben in Raad und Arthof ebenfalls Werte unterhalb der gesetzlichen Schwelle.

Die Stadt Schwechat (Bezirk Bruck a.d. Leitha) hat am Donnerstag über eine weitere Trinkwasseruntersuchung informiert. Dabei wurden erneut per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) nachgewiesen, der gemessene Wert blieb jedoch unter der gesetzlich zulässigen Grenze. Parallel dazu führt die OMV Grundwasseruntersuchungen im Umfeld nördlich ihres Tanklagers in St. Valentin (Bezirk Amstetten) durch. Für Betroffene in beiden Regionen hat der Konzern eine Ombudsstelle geschaffen.

Bei der Probenentnahme am 22. Juli wurde in Schwechat für die Summe der PFAS ein Wert von 0,0037 Mikrogramm pro Liter ermittelt – identisch mit dem Ergebnis der Überprüfung im März. Die nächste Kontrolle ist für September geplant, wie die Stadt mitteilte.

Grundwasser in Mannswörth dreifach über Grenzwert

Die sogenannten Ewigkeitschemikalien sollen über Jahrzehnte durch Löschschaum bei Feuerwehrübungen auf dem OMV-Areal in den Boden gelangt sein. In der Katastralgemeinde Mannswörth nördlich der Raffinerie nutzen laut OMV rund 80 Haushalte einen Grundwasserbrunnen. Für etwa 60 Prozent der Betroffenen sei bereits eine Lösung umgesetzt oder eingeleitet worden – entweder durch Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz oder durch Bearbeitung von Kostenersatzansprüchen. Die Ombudsstelle verzeichnete bisher rund 160 Kontaktaufnahmen. Das Konzept für die Altlastensanierung werde derzeit mit den zuständigen Behörden abgestimmt, teilte das Unternehmen auf APA-Anfrage mit.

Im Grundwasser in Mannswörth wurden Werte bis zu 0,3 Mikrogramm pro Liter gemessen – das Dreifache des Grenzwerts. Privates Grundwasser sollte dort vorsorglich nicht zum Trinken, Gartengießen, Poolbefüllen, für die Tierhaltung oder Fischzucht verwendet werden.

Erste Messungen in Raad und Arthof unauffällig

Im Bezirk Amstetten haben erste Messungen von Hausbrunnen in den Ortsteilen Raad (Gemeinde St. Valentin) und Arthof (St. Pantaleon-Erla) Werte unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte ergeben, wie die OMV mitteilte. Weitere Proben wurden an repräsentativen Brunnen im gesamten Sondierungsgebiet entnommen. Sämtliche Hausbrunnen in Raad und Arthof werden erneut untersucht. Sobald die Ergebnisse vorliegen, würden diese mit den Behörden und den betroffenen Gemeinden erörtert und weitere Maßnahmen abgestimmt.

Nachdem bei Messungen im OMV-Tanklager St. Valentin in einzelnen Grundwasserproben erhöhte PFAS-Werte festgestellt worden waren, wird das Grundwasser vorsorglich untersucht. Auch dort wurden in der Vergangenheit PFAS-haltige Löschschäume eingesetzt. Die Untersuchungen im Bereich nördlich des Tanklagers erfolgen in Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Amstetten, den zuständigen Fachstellen sowie den Gemeinden St. Valentin, St. Pantaleon-Erla und Ennsdorf.

Die letzte Untersuchung für die betroffenen Ortschaften in St. Valentin und St. Pantaleon-Erla ergab einen Wert unter der erlaubten Schwelle. In Ennsdorf wird das Trinkwasser von der Linz AG bezogen. Bei langfristiger Belastung gelten Ewigkeitschemikalien als gesundheitsgefährdend. Seit Jahresbeginn müssen Wasserversorger ihr Trinkwasser auf PFAS kontrollieren.

Quelle: APA

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