PFAS-Test für Hausbrunnen stößt auf großes Interesse

Mathias FischerMathias Fischer
Taube trinkt Wasser aus einem kunstvoll verzierten Brunnen in Wien
© X90184

Die Umweltschutzorganisation Global 2000 verzeichnet starke Resonanz auf ihr Testangebot für private Hausbrunnen. Binnen einer Woche wurden bereits 91 Anmeldeformulare heruntergeladen und fünf Proben eingeschickt.

Die von Global 2000 initiierte österreichweite Testaktion für private Hausbrunnen auf Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) findet regen Zuspruch. Wie die Umweltschutzorganisation am Dienstag auf APA-Anfrage mitteilte, sind innerhalb der ersten Woche bereits fünf Proben im Labor eingetroffen. Das Anmeldeformular auf der Website wurde 91 Mal heruntergeladen. Mit steigender Anzahl an Tests erhöht sich die Chance, die Chemikalie in Österreich aufzuspüren und Belastungsschwerpunkte zu dokumentieren.

Seit Jahresbeginn sind Wasserversorger verpflichtet, ihr Trinkwasser auf PFAS zu untersuchen. Private Hausbrunnen fallen jedoch nicht unter diese Kontrollpflicht. Die Teilnehmer der Studie erhalten eine Laboranalyse der 20 PFAS nach der EU-Trinkwasserrichtlinie zu einem um ein Drittel vergünstigten Preis von 234 Euro pro Probe. Die Untersuchung wird vom Umweltanalytik-Labor Institut Dr. Wagner unterstützt und durchgeführt.

Zu den Hauptquellen lokaler PFAS-Belastungen gehören aktuelle und frühere Feuerlöschübungsplätze, Flughäfen, Militärstandorte sowie Industrieanlagen. Ein Beispiel ist der niederösterreichische Ort Mannswörth im Bezirk Bruck an der Leitha, wo das Wasser durch Feuerwehrlöschschaum am OMV-Gelände verunreinigt wurde. Fachleute gehen davon aus, dass in Österreich Tausende bisher unbekannte PFAS-Hotspots existieren.

Weitere Informationen zur Analyse finden sich unter https://www.global2000.at/pfas-testen.

Quelle: APA

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