Pflege-Notdienst in Salzburg sorgt für Streit

Das Land Salzburg hat am Montag einen neuen Pflegenotdienst für die Stadt Salzburg angekündigt. Pflegebedürftige sollen ab 2027 bei Problemen mit Wundversorgung oder Kathetern Hausbesuche erhalten. Doch die Stadt reklamiert die Idee für sich, so der ORF.
Ab dem kommenden Jahr sollen in der Stadt Salzburg eigene Pflegekräfte Hausbesuche bei älteren Menschen durchführen, wenn diese Schwierigkeiten mit der Wundversorgung oder Kathetern haben. Damit könnten sich Betroffene aufwändige und kostspielige Fahrten ins Spital ersparen. Das Land Salzburg präsentierte die neue Dienstleistung am Montag als zentrale Errungenschaft der Landes-Pflegeplattform.
Stadt sieht sich als Urheber
Andrea Brandner (SPÖ), Sozialstadträtin der Stadt Salzburg, zeigt sich irritiert über die Ankündigung. Die städtische Sozialabteilung arbeite bereits seit mehr als einem Jahr an der Umsetzung dieses Pflegenotdienstes. Sie sei überrascht, dass das Land nun damit an die Öffentlichkeit trete.
„Dieser Pflege-Notdienst ist eindeutig Ergebnis von vielen Arbeiten in der Stadt Salzburg. Wir sind froh, wenn das Land das jetzt unterstützt. Aber das als Erfindung des Landes zu präsentieren, hat mich doch sehr überrascht“, so Brandner.
Start für 2027 geplant
Das notwendige Personal für den Dienst stehe bereits zur Verfügung, erklärt die Stadträtin. Allerdings fehle noch die endgültige Fixierung des Projekts. Die jährlichen Kosten von etwas mehr als einer Million Euro sollen zwischen Stadt, Land und der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) aufgeteilt werden. Nicht alle erforderlichen Gremienbeschlüsse lägen jedoch vor.
Bei positivem Verlauf könnte der Pflegenotdienst voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2027 starten, so Brandner.
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