Pflegebonus soll gesetzlich abgesichert werden

Pia Prodinger
Pflegebonus 180.000: Menschen vor Anker-Denkmal mit Herz und Kreuz, Münzen und Urkunde
© Mit KI (Gemini) generiert

Die FSG-younion unterstützt den Plan von Sozial- und Gesundheitsministerin Korinna Schumann, den Pflegebonus künftig gesetzlich zu verankern. Damit soll für rund 180.000 Beschäftigte in Pflege und Betreuung Verlässlichkeit geschaffen werden.

Die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter:innen in der younion (FSG-younion) zeigt sich erfreut über die Ankündigung, den Pflegebonus künftig gesetzlich zu verankern. Dieser Schritt bedeute Anerkennung und Verlässlichkeit für die etwa 180.000 Beschäftigten in Pflege und Betreuung, die einen unverzichtbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten, heißt es in einer Aussendung.

Die Geschehnisse des vergangenen Jahres hätten deutlich gemacht, wie schnell Verbesserungen für Beschäftigte wieder zu politischen Verhandlungsthemen werden können. Die breite Solidaritätsbewegung rund um den Erhalt des Pflegebonus in Salzburg habe eindrucksvoll gezeigt, dass Beschäftigte, Gewerkschaften und die Bevölkerung gemeinsam für faire Arbeitsbedingungen eintreten können.

„Die gesetzliche Verankerung des Pflegebonus ist ein klares Bekenntnis zu jenen Menschen, die täglich für Pflege, Betreuung und Menschlichkeit im Einsatz stehen. Wer Verantwortung für andere übernimmt, muss sich darauf verlassen können, dass auch politische Zusagen verlässlich eingehalten werden“, betont Erich Kniezanrek, Bundesgeschäftsführer der FSG-younion.

Mehr als eine finanzielle Maßnahme

Die Absicherung des Pflegebonus sei mehr als eine finanzielle Maßnahme, so die Gewerkschaft. Sie stehe für Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Wertschätzung guter Arbeit und den Schutz qualitativ hochwertiger öffentlicher Dienstleistungen. Gerade angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels brauche es konkrete Maßnahmen, die Gesundheits- und Pflegeberufe attraktiver machen und bestehende Beschäftigte im Beruf halten.

Eine leistungsfähige Pflege und Gesundheitsversorgung stelle eine zentrale Säule des österreichischen Sozialstaates und der öffentlichen Daseinsvorsorge dar. Gute Pflege benötige gut ausgebildete, motivierte und fair bezahlte Beschäftigte. Die gesetzliche Absicherung des Pflegebonus sei ein Schritt in die richtige Richtung, dem weitere Maßnahmen folgen müssten.

„Pflege ist keine Kostenfrage, sondern eine Frage des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die Beschäftigten haben sich diese Anerkennung durch ihren unermüdlichen Einsatz verdient. Die gesetzliche Absicherung schafft Sicherheit und stärkt das Vertrauen in politische Entscheidungen“, so Kniezanrek.

Finanzierung bis Ende 2028 gesichert

Die Finanzierung des Pflegebonus sei derzeit im Rahmen des Finanzausgleichs bis Ende 2028 vorgesehen. Schon jetzt müsse darüber nachgedacht werden, wie eine dauerhafte Absicherung darüber hinaus sichergestellt werden könne. Die Beschäftigten benötigten langfristige Perspektiven statt befristeter Lösungen.

Die FSG-younion fordert weiterhin Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im gesamten Gesundheits- und Pflegebereich. Dazu zählen ausreichende Personalressourcen, gesundheitsfördernde Arbeitszeiten, faire Entlohnung sowie attraktive Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Die angekündigte gesetzliche Verankerung des Pflegebonus sei ein wichtiger Erfolg und ein deutliches Signal, dass die Leistungen der Beschäftigten anerkannt und abgesichert werden müssen – heute, morgen und in Zukunft.

Quelle: OTS

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