Pflegeheim Rudersdorf: Land lehnt Gemeinnützigkeit ab

Die Betreiberin des Pflegeheims Rudersdorf, Petra Wagner, hat angekündigt, ab 1. August gemeinnützig zu arbeiten. Das Land Burgenland lehnt das Angebot jedoch ab, so der ORF.
In einem Gespräch mit Ö1 erklärte Petra Wagner, dass sie bereit sei, ab 1. August gemeinnützig zu arbeiten. Sie glaube, dass dies auch dem Anliegen des Landeshauptmannes entspreche. Deshalb biete sie an, nicht bis 2029 gewinnorientiert weiterzuarbeiten, sondern bereits ab Anfang August gemeinnützig zu werden.
Schneemann erteilt klare Absage
Der zuständige Landesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) lehnt den Vorschlag ab. Von seiner Seite gebe es ein klares Nein. Das Angebot sei in dieser Phase durchschaubar und ändere absolut nichts an der Faktenlage. Ab 31. Juli 2026 gebe es keine öffentlichen Tagsätze mehr für dieses Haus. Es werde keine Zustimmung geben, wenn jetzt einfach gesagt werde, man werde gemeinnützig und damit sei hoffentlich alles vom Tisch.
Den Vorwurf einer übertrieben harten Vorgehensweise wies Schneemann zurück. Man müsse die Verantwortung dort suchen, wo das Ganze aufgetaucht sei, nämlich bei der Heimbetreiberin. Wenn Kontrollen der Fachabteilung massive Dinge ans Tageslicht bringen, sei eine rote Linie ganz einfach überschritten.
Schließung Ende Juli geplant
Das Pflegeheim verfügt über 18 Betten. Es soll Ende Juli geschlossen werden. Am 21. Juli sollen die Heimbewohnerinnen und -bewohner abgeholt und in andere Heime gebracht werden. Man bemühe sich, diese Übersiedelung so behutsam wie möglich durchzuführen, sagte Schneemann. Angehörige und die Betroffenen selbst sprechen von einer „Entwurzelung“.
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