Pflegerin soll Raubüberfall auf 85-Jährigen ermöglicht haben

Eine 21-jährige Betreuerin aus Rumänien steht in Klagenfurt vor Gericht, weil sie drei Männern Zugang zur Wohnung eines 85-Jährigen verschafft haben soll. Die Täter erbeuteten 40.000 Euro Bargeld, Schmuck und Goldmünzen, so der ORF.
In den frühen Morgenstunden des 11. August verständigte ein 85-jähriger Klagenfurter die Polizei und berichtete von einem Überfall. Der Pensionist erlitt Prellungen und Hämatome, nachdem gegen 3.00 Uhr Unbekannte über die Balkontüre in sein Haus eingedrungen waren.
Einer der vermummten Männer drang in das Schlafzimmer ein, drückte das Opfer gegen das Bett und hielt ihm den Mund zu. Dabei forderte er ihn auf, sich ruhig zu verhalten. Gleichzeitig transportierten zwei weitere Täter einen hundert Kilogramm schweren Standtresor aus der Wohnung. Die pflegebedürftige Ehefrau des Mannes hielt sich zur Tatzeit in einem Nebenraum auf.
Betreuerin unter Verdacht
Die damals 21-jährige Pflegerin aus Rumänien, die sich um die Ehefrau kümmerte, behauptete zunächst, nichts von dem Überfall bemerkt zu haben. Die Ermittlungen ergaben jedoch ein anderes Bild.
Laut Staatsanwaltschaft soll die Frau die Balkontüre für die drei Täter offen gelassen haben. Zudem soll sie ihrem Lebensgefährten Fotos und Videos von der Wohnung und dem Tresor übermittelt haben. Mit dieser Unterstützung konnten die Männer mit 40.000 Euro Bargeld, Schmuck und Goldmünzen entkommen.
Angeklagte in U-Haft
Die Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft und muss sich als erste vor Gericht verantworten. Es gilt die Unschuldsvermutung. Nach den drei männlichen Tätern wird laut Polizei international gefahndet.
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