Phosphor in Munition löste Waldbrand in St. Egyden aus

Der Großbrand im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld wurde laut Polizei mit sehr großer Wahrscheinlichkeit durch Phosphor in Munitionsteilen ausgelöst. Die Überreste stammen von einer Fabrik, die am Ende des Zweiten Weltkrieges gesprengt wurde.
Die Ermittlungen der Polizei zum Waldbrand in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) haben ergeben, dass Phosphor in Munitionsteilen als Brandursache gilt. Die Munition stammt von einer Fabrik, die am Ende des Zweiten Weltkrieges gesprengt wurde. Diese Ursache werde mit sehr großer Wahrscheinlichkeit angenommen, teilte eine Polizeisprecherin am Montag auf APA-Anfrage mit. Das Feuer war am Freitag ausgebrochen.
Am Montag waren rund zehn Mitglieder von drei Feuerwehren im Einsatz, um Glutnester aufzuspüren und zu löschen. Unterstützt wurden sie von einer Drohnengruppe. Von der Feuerwehr hieß es, man hoffe auf mehr Regen. Wann „Brand aus“ gegeben werden kann, war weiterhin unklar.
Evakuierung von 250 Personen
Am Freitag waren mehr als 830 Feuerwehrmitglieder und elf Hubschrauber im Einsatz. Weil sich die Flammen in Richtung Wohnhäuser ausbreiteten, mussten vorübergehend Siedlungen in der Katastralgemeinde Neusiedl am Steinfeld evakuiert werden. Die rund 250 Betroffenen konnten noch am selben Abend zurückkehren, nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht worden war. Insgesamt waren rund 64 Hektar betroffen.
Die Gemeinde warnte am Montag vor umstürzenden und beschädigten Bäumen in dem betroffenen Gebiet. Zudem seien nach wie vor Feuerwehrfahrzeuge unterwegs. Die Gemeinde ersuchte darum, derzeit von Besichtigungsfahrten in den Brandbereich Abstand zu nehmen und die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit nicht zu behindern.
Bereits zweiter Brand binnen einer Woche
Eine Woche zuvor hatte sich ein Brand im Föhrenwald auf rund 100 Hektar ausgebreitet. Auch dieses Feuer soll durch Phosphor in Munitionsteilen der gesprengten Fabrik verursacht worden sein. Der Brand gehört zu den größten in Niederösterreich in den vergangenen Jahren.
Quelle: APA
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