Pielachtal setzt Klimawandelanpassung fort

Mathias FischerMathias Fischer
Wandergruppe in Steiermark mit Schild „KLAR!“ vor hügeliger Landschaft
© zVg

Die Klimawandel-Anpassungsmodellregion Pielachtal erhält grünes Licht für die Weiterführungsphase II. Der Klima- und Energiefonds hat das Projekt genehmigt, womit in den nächsten drei Jahren weitere Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels umgesetzt werden.

Die Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) Pielachtal geht in eine neue Projektphase. Der Klima- und Energiefonds hat die Weiterführungsphase II bewilligt. In den kommenden drei Jahren sollen zahlreiche Projekte realisiert werden, die das Pielachtal besser gegen die Auswirkungen des Klimawandels wappnen.

Die Genehmigung erfolgt in einem besonderen Jahr: Heuer feiert das österreichweite Programm „KLAR! – Klimawandel-Anpassungsmodellregionen“ sein zehnjähriges Bestehen. Seit dem Programmstart im Jahr 2016 hat sich KLAR! zu einem zentralen Programm der Klimawandelanpassung in Österreich entwickelt. Aktuell sind rund 90 KLAR!-Regionen mit mehr als 740 Gemeinden und etwa 2,2 Millionen Einwohnern für eine klimaresiliente Zukunft aktiv. Im Jubiläumsjahr würdigt der Klima- und Energiefonds KLAR! ausdrücklich als Vorzeigeprogramm der Klimawandelanpassung.

Erfolgreiche Projekte seit 2019

Seit 2019 arbeitet das Pielachtal gemeinsam mit seinen acht Gemeinden an einer klimafitten Zukunft. Seit der Anerkennung als KLAR!-Region im Jahr 2020 wurden bereits zahlreiche Projekte realisiert. In der Weiterführungsphase I standen unter anderem der Wert des Wassers, klimafitte Land- und Forstwirtschaft, Humusaufbau, Biodiversität, das Projekt „Wildes Pielachtal“, Neophytenmanagement sowie Naturvermittlung und Bewusstseinsbildung im Mittelpunkt.

Sieben Maßnahmen für die nächsten drei Jahre

Die Weiterführungsphase II setzt auf sieben Maßnahmen, die gezielt auf die Herausforderungen des Klimawandels im Pielachtal abgestimmt sind. Dazu zählen:

  • Begleitung der Renaturierung der Pielach und Wissenstransfer für andere Gemeinden
  • Naturbasierter Wasserrückhalt und blau-grüne Infrastruktur
  • Trinkwassersicherheit
  • Klimafitte Land- und Forstwirtschaft
  • Kommunale Starkregenvorsorge und Frühwarnsysteme
  • Biodiversität und Neophytenmanagement
  • Innovative Bildungs- und Naturvermittlungsangebote

Ein besonderer Fokus liegt auf Pilotprojekten mit Vorbildwirkung. Erfolgreiche Maßnahmen sollen dokumentiert, wissenschaftlich begleitet und so aufbereitet werden, dass sie auch von anderen Gemeinden übernommen werden können. Die enge Zusammenarbeit mit Gemeinden, Fachbehörden, wissenschaftlichen Einrichtungen und regionalen Partnern bildet dabei eine wesentliche Grundlage.

„Der Klimawandel betrifft unsere Region bereits heute – sei es durch längere Trockenperioden, häufigere Starkregenereignisse oder steigende Temperaturen. Mit der Weiterführungsphase II können wir erfolgreiche Projekte weiterführen und gleichzeitig neue Schwerpunkte setzen“, erklärt Lotte Riesenhuber, KLAR!-Managerin Pielachtal. Besonders wichtig sei es, gemeinsam mit Gemeinden, Fachinstitutionen und der Bevölkerung praktikable Lösungen zu entwickeln und das gewonnene Wissen langfristig für die gesamte Region nutzbar zu machen.

Mit der Weiterführungsphase II setzt die Region ihren Weg konsequent fort und leistet damit einen Beitrag, die Gemeinden widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen und die hohe Lebensqualität im Pielachtal langfristig zu sichern.

Quelle: https://www.kirchberg-pielach.at/KLAR_Pielachtal_startet_in_die_Weiterfuehrungsphase_II

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