Piktogramm-Workshop an der NDU während Vienna Design Week

Im Rahmen der Vienna Design Week fand ein Workshop zum dialogischen Kommunikationsprinzip TUQTULI statt. Studierende des Studiengangs Grafik- und Informationsdesign übersetzten Wörter und Sätze in Zeichen.
An der New Design University (NDU) hat zum Auftakt der Lehrveranstaltung Sign- und Symbol-Design ein TUQTULI-Workshop mit Juli Gudehus stattgefunden. Die Veranstaltung war Teil der Vienna Design Week und richtete sich an Studierende des Studiengangs Grafik- und Informationsdesign.
Im Zentrum des Workshops stand die piktografische Kommunikation. Auf einer Metaebene setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Fragen rund um das Thema „Akzeptanz“ auseinander.
Von Wörtern zu Zeichen
Die Studierenden übersetzten im Verlauf des Tages Wörter und Sätze in Zeichen. Dabei arbeiteten sie einzeln, zu zweit und in Gruppen – ausschließlich mit Stift und Papier. Zusätzlich wurden piktogrammatische Aspekte beleuchtet. Am Ende des Tages konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Dialoge durch das Aneinanderreihen von Zeichen führen.
Einige der entwickelten Zeichen werden nun in die Lehrveranstaltung integriert und fließen in die Projektarbeit ein. Die Studierenden erkunden dabei analytische und technische Prozesse sowie Fertigkeiten für die Erstellung von Symbolen und Piktogrammen.
TUQTULI als weltweites Kommunikationsprinzip
TUQTULI ist ein dialogisches Kommunikationsprinzip, bei dem in Echtzeit Zeichen wie Worte aneinandergereiht werden. Es ist praktisch einsetzbar, wenn eine gemeinsame Sprache, eine Dolmetscherin oder Übersetzungs-Apps fehlen – etwa auf Reisen, mit Geflüchteten oder im Zusammenhang mit humanitärer Hilfe.
In ausgestalteter, vektorisierter Form kann TUQTULI auch für längerlebige Botschaften verwendet werden – etwa im öffentlichen Raum, in Büchern, auf Beipackzetteln oder im Zusammenhang mit Spielen.
Das Prinzip lädt möglichst viele unterschiedliche Menschen ein, diese neue Art der weltweiten Kommunikation mitzugestalten. Es verbindet die Popkultur der Gegenwart mit dem visuellen Erbe von Gesellschaften und der Kreativität einzelner Menschen. Es schlägt Brücken über Gräben hinweg und stärkt die Verständigung zwischen den Kulturen.
Das Projekt startete 2024 und war seither auf Konferenzen und Festivals, in Museen, Schulen und Hochschulen auf vier Kontinenten, in acht Ländern und 15 Städten präsent.
Quelle: https://www.ndu.ac.at/news-events/vdw-juli-gudehus-ndu-2026-10-05
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