Pilotprojekt für Schwarmspeicher in Wolkersdorf gestartet

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

In Wolkersdorf im Bezirk Mistelbach ist am Dienstag ein Pilotprojekt für sogenannte Schwarmspeicher in Betrieb gegangen. An zehn Trafo-Standorten werden 24 Speicher mit insgesamt rund fünf Megawattstunden Kapazität installiert, um erneuerbare Energie effizienter zu nutzen.

Am Dienstag wurde in Wolkersdorf im Bezirk Mistelbach ein Pilotprojekt für Schwarmspeicher offiziell in Betrieb genommen. Das Vorhaben soll dazu beitragen, erneuerbare Energie noch effizienter zu verwenden. Insgesamt werden an zehn Trafo-Standorten 24 Speicher mit einem Gesamtvolumen von rund fünf Megawattstunden errichtet. Bis Jahresende sollen erste Ergebnisse vorliegen. Bei Erfolg ist ab 2027 ein Roll-out in ganz Niederösterreich geplant, wie bei einem Medientermin bekannt gegeben wurde.

Überschussstrom wird lokal gespeichert

Rudolf Schütz vom Energieunternehmen electrify smart energy betonte laut Aussendung des niederösterreichischen Landespressedienstes: „Wir wollen möglichst viele Schwarmspeicher im Ortsnetz integrieren, weil sie den Überschussstrom in der Region verwerten, die Netze entlasten und die Preise stabilisieren. Jede Gemeinde kann von diesem Konzept profitieren.“ Die Schwarmspeicher nehmen überschüssigen Photovoltaik-Strom von Haushalten und Gewerbebetrieben auf und geben ihn wieder ab, sobald er benötigt wird. Dadurch werde das Netz entlastet und die Effizienz gesteigert, da der Strom nicht in höhere Netzebenen transportiert werden müsse.

Landeshauptfrau spricht von Meilenstein

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bezeichnete den Start als „Meilenstein in der Energiewende“. Mit dem System der neuen Schwarmspeicher sei es möglich, überschüssige Energie zu speichern und sie dann zu nutzen, wenn sie gebraucht werde. EVN-Vorstandsdirektor Stefan Szyszkowitz erklärte, man wolle durch das Projekt Informationen gewinnen, damit ein Optimum zwischen den Erzeugern, dem Netz und den Speicherbetreibern gefunden werden könne.

Forschungsprojekt mit flexiblen Netzzugängen

Das Unternehmen electrify smart energy untersucht gemeinsam mit der EVN und Netz NÖ im Rahmen des Forschungsprojekts die positiven Auswirkungen der Schwarmspeicher auf das Verteilnetz. Unterstützt wird das Vorhaben von der Wirtschaftsagentur des Landes ecoplus und der Universität für Weiterbildung Krems. Netz NÖ hat dabei erstmals in Österreich sogenannte „flexible Netzzugänge“ vergeben. Bei Belastung des Netzes gibt das Unternehmen „Hüllkurven“ vor, innerhalb derer die Speicher betrieben werden müssen.

Quelle: APA

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