Pinzgau: Kürzung bei Schulsozialarbeit löst Kritik aus

Die Reduzierung der Schulsozialarbeit im Pinzgau stößt auf Widerstand der Lehrergewerkschaft. Ein langjähriger Sozialarbeiter ist künftig nur mehr auf Abruf verfügbar, so der ORF.
Ein Sozialarbeiter, der beinahe zehn Jahre an Schulen im Pinzgau tätig war, steht künftig nur mehr übergreifend auf Abruf zur Verfügung. Die Personalvertreter der Lehrergewerkschaft kritisieren diese Entscheidung scharf. Der Betroffene sei in der Region stark vernetzt und genieße sowohl bei Familien als auch bei Lehrkräften großes Vertrauen.
Christine Haslauer, Obfrau des Salzburger Lehrer- und Lehrerinnenvereins SALVE, hebt besonders die Sprachkenntnisse und kulturelle Sensibilität des Sozialarbeiters hervor. „Auch das neue Kopftuchverbot wurde so gleich im Vorfeld geklärt und es gab damit bei uns dann überhaupt keine Probleme“, erklärt Haslauer. Durch seine Arabischkenntnisse habe er zahlreiche Krisen bereits im Vorfeld entschärfen können.
Doppelte Betreuung wurde gestrichen
Die Salzburger Bildungsdirektion begründet die Maßnahme mit der Vermeidung von Doppelgleisigkeiten. An den Schulen in Zell am See und Mittersill ist bereits der Verein Spektrum aktiv, weshalb die parallele Betreuung eingespart wurde. Claudia Leithner, Leiterin der Schulpsychologie in der Salzburger Bildungsdirektion, betont, dass auch andere Schulen ein Recht auf Betreuung hätten.
„Natürlich würden wir uns über eine Aufstockung freuen, aber dafür sind der Bund und das Land zuständig“, so Leithner. Eine Ausweitung der Ressourcen erscheint jedoch unwahrscheinlich. Bildungslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) verwies zuletzt darauf, dass sich das Budget für Sozialarbeit seit Beginn ihrer Zuständigkeit verdoppelt habe.
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