Plastik im Biomüll kostet Geld und schadet der Umwelt

Plastiktüten und Verpackungsfolien landen immer wieder im Bioabfall. Das verursacht hohe Kosten beim Aussortieren und belastet die Natur mit Mikroplastik. Ein Bauhof-Mitarbeiter hat nun Hinweissticker an den Tonnen angebracht.
Kontrollen der Sammelbehälter zeigen regelmäßig dasselbe Bild: Plastiktüten und Folien befinden sich mitten im Bioabfall. Das stellt ein erhebliches Problem dar, denn Kunststoff zersetzt sich im biologischen Prozess nicht. Stattdessen zerfällt er in Mikroplastik, das im fertigen Kompost landet und so in den Naturkreislauf gelangt.
Das aufwendige Aussortieren der Fremdstoffe verursacht zusätzliche Kosten, die über die Müllgebühren von allen Bürgerinnen und Bürgern getragen werden müssen. Um auf die korrekte Mülltrennung aufmerksam zu machen, hat Jürgen Weixler vom Bauhof Hinweissticker an den Biomüll-Tonnen angebracht.
So gehört Bioabfall richtig entsorgt
Küchenabfälle sollen lose oder in Zeitungspapier eingewickelt gesammelt werden. Alternativ können zertifizierte Papiersäcke für den Biomüll verwendet werden. Vorsicht ist bei sogenannten „biologisch abbaubaren“ Plastiktüten geboten: Diese verrotten in Schnellkompostieranlagen oft nicht rechtzeitig und müssen ebenfalls mühsam aussortiert werden. Im Zweifelsfall gilt: Plastik gehört in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne.
Praktische Hinweise für den Alltag
Ein kleiner Bioabfallbehälter in der Küche erleichtert das Sammeln. Feuchte Bioabfälle sollten in Zeitungspapier eingewickelt oder in Papiertüten gesammelt werden – das reduziert Gerüche und Feuchtigkeit. Der Behälter sollte regelmäßig geleert werden, besonders in den Sommermonaten.
Die Biotonne sollte möglichst trocken gehalten und der Deckel geschlossen werden, um Fliegen und Maden vorzubeugen.
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