Poker-EM in Velden lockte 1.400 Spieler an Wörthersee

Pia ProdingerPia Prodinger
Roulette-Tisch mit Jetons und Spielern im Hintergrund in einem Casino
© Pavel Danilyuk / Pexels (Symbolbild)

Von 14. bis 26. Juli fand im Casino Velden die 35. Poker Europameisterschaft statt. Rund 1.400 Teilnehmer aus knapp 40 Nationen kämpften in 27 Turnieren um zehn Europameistertitel und ein Gesamtpreisgeld von über 2,8 Millionen Euro.

Das Casino Velden am Wörthersee etablierte sich auch heuer wieder als zentraler Treffpunkt der europäischen Poker-Szene. Bei der 35. Poker Europameisterschaft wurden über 4.000 Entries verzeichnet. Zu den prominenten Teilnehmern zählten Matthias Eibinger mit über 30 Millionen Euro Karriere-Preisgeld, Armin Rezaei, Tobias Schwechat sowie die dreifache Europameisterin und Weltmeisterin Jessica Teusl.

Die Veranstaltung ist nicht nur ein bedeutendes Poker-Event, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region. Während der zwei Turnierwochen wuchs die Belegschaft des Casinos auf mehr als 270 Mitarbeiter an. Erfahrene Pokerdealer aus ganz Mitteleuropa reisten zur Verstärkung an. Velden entwickelte sich in dieser Zeit zum Anziehungspunkt für tausende Pokerfans aus dem In- und Ausland.

Rekord-Beteiligung beim Auftaktturnier

Den Auftakt bildete der „Showdown am Wörthersee“ mit einem Buy-in von 500 plus 50 Euro. Das Turnier verzeichnete 824 Entries. Der Österreicher Werner Egger sicherte sich den Sieg und ein Preisgeld von 55.620 Euro.

Erstmals wurde die NLH Senior European Championship (50+) ausgetragen. Das neue Titelturnier stieß auf große Resonanz und verzeichnete 165 Entries. Der Ungar Istvan Törö gewann und erhielt 18.650 Euro.

Ebenfalls neu im Programm war die PL Omaha High Roller European Championship mit einem Buy-in von 5.000 plus 400 Euro. 37 Entries und ein Preispool von 185.000 Euro sorgten für Spannung. Der Deutsche Tobias Schwechat holte sich den Titel und 68.400 Euro Preisgeld.

Italiener gewinnt Main Event nach langem Duell

Der Höhepunkt war das Main Event mit einem Buy-in von 2.500 plus 250 Euro und 251 Entries. Nach einem langen Heads-Up-Duell mit Jessica Teusl ging der Titel „Poker Europameister 2026“ an den Italiener Luca Stevanato. Er erhielt 119.440 Euro Preisgeld.

Beim NLH High Roller Turnier (Buy-in 5.000 plus 400 Euro) mit 58 Entries und einem Preispool von 290.000 Euro triumphierte der Österreicher Gerald Glabonjat. Er sicherte sich den Titel und 90.000 Euro.

Die weiteren Europameistertitel gingen an:

  • Pot Limit Omaha 8-handed: Nino Ullmann (Deutschland, 56.660 Euro)
  • NLH Ladies European Championship: Roswitha Vaclavek (Österreich, 5.220 Euro) – Rekordbeteiligung mit 77 Spielerinnen
  • Seven Card Stud: Rod Tidwell (Kroatien, 11.260 Euro)
  • NLH Mystery Bounty EM: Sascha Thiesies (Deutschland, 17.100 Euro)
  • NLH 6-handed: Henry Gondorff (Deutschland, 31.000 Euro)

Rahmenprogramm mit Kärntner Gastfreundschaft

Die Poker-EM in Velden gilt als einer der wichtigsten Community-Treffpunkte Europas. Das Ambiente am Wörthersee kombiniert mit hohem Service- und Entertainment-Niveau macht die Veranstaltung zu einem Fixpunkt im internationalen Pokerkalender.

Zu den Highlights abseits der Tische zählten ein exklusiver Shuttle-Service mit Fahrzeugen von drive Wiegele und dem Autohaus Velden, das traditionelle Bocciaturnier sowie das Spanferkel-Essen und die Kärntner Jause vom Haubenrestaurant „DIE YACHT“.

Die 36. Poker Europameisterschaft findet von 20. Juli bis 1. August 2027 erneut im Casino Velden statt.

Quelle: OTS

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