Polizei-Dienstzeitmodell wird nach Probebetrieb angepasst

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Nach einem Monat Testphase in ausgewählten Bezirken wird das neue Dienstzeitmodell für die Polizei überarbeitet. Der NÖAAB sieht darin einen Erfolg seines Einsatzes für die Exekutivbeamten und fordert weiterhin sachliche Gespräche statt politischer Zuspitzungen.

Das geplante neue Dienstzeitmodell bei der Polizei sorgte seit seiner Ankündigung für Verunsicherung unter den Beamten. Nach einem Monat Probebetrieb in ausgewählten Bezirken werden nun Anpassungen vorgenommen. Betroffen sind unter anderem die 24-Stunden-Dienste und der Vorplanungszeitraum für den monatlichen Dienstplan, wie der Niederösterreichische Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (NÖAAB) mitteilt.

NÖAAB-Landesobfrau Christiane Teschl-Hofmeister betont die Bedeutung des Dialogs: „Uns als NÖAAB war von Anfang an wichtig, den Dialog zwischen den Personalvertretern und dem Innenminister zu suchen. Natürlich führen Veränderungen zu Diskussionen und unterschiedlichen Sichtweisen. Entscheidend ist aber, dass man miteinander spricht und gemeinsam nach praktikablen Lösungen sucht“, so Teschl-Hofmeister.

Erfahrungen aus Testphase fließen ein

Die Rückmeldungen aus dem Probebetrieb wurden in die Weiterentwicklung des Modells einbezogen. „Genau dafür ist ein Probebetrieb da: Erfahrungen sammeln, Probleme erkennen und Verbesserungen vornehmen. Entscheidend ist, dass die Rückmeldungen der Kolleginnen und Kollegen ernst genommen werden und in die weitere Ausgestaltung einfließen“, erklärt die NÖAAB-Landesobfrau.

NÖAAB-Landesgeschäftsführerin Katja Seitner kritisiert das Schüren von Unsicherheit während laufender Verhandlungen: „Während laufender Verhandlungen und eines Probebetriebs zusätzliche Unsicherheit zu schüren oder mit Halbwahrheiten zu arbeiten, hilft niemandem – schon gar nicht unseren Polizistinnen und Polizisten“.

Keine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen

Besonders die geplante Abschaffung der 24-Stunden-Dienste und die Einführung flexiblerer Dienstzeitmodelle hatten in den vergangenen Monaten für Diskussionen gesorgt. Der NÖAAB stellt klar, dass Veränderungen nicht zu schlechteren Arbeitsbedingungen für die Exekutivbeamten führen dürfen.

„Die Polizistinnen und Polizisten dürfen nicht die Leidtragenden einer Reform sein. Sie leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit unseres Landes und müssen für diese Leistung faire und verlässliche Rahmenbedingungen vorfinden“, betont Teschl-Hofmeister. Gleichzeitig müsse die Sicherheitsversorgung für die Menschen in Niederösterreich auch künftig gewährleistet bleiben.

Der NÖAAB fordert eine sachliche Auseinandersetzung mit dem neuen Dienstzeitmodell. Politische Zuspitzungen und Unwahrheiten würden weder den Polizisten noch der Sicherheit der Bevölkerung dienen. „Was es jetzt braucht, sind keine politischen Schlagabtausche, sondern Zuhören, sachliche Gespräche und Lösungen, die in der Praxis funktionieren“, so Teschl-Hofmeister und Seitner.

Quelle: OTS

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