Polizei erschießt Mann nach Messerattacke in Bad Vöslau

Mathias FischerMathias Fischer
Polizistin mit Blaulicht am Polizeiauto in Österreich
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

In Bad Vöslau im Bezirk Baden hat die Polizei am Mittwoch einen Mann erschossen, der zuvor seine Partnerin mit einem Messer angegriffen hatte. Die schwer verletzte Frau wurde in ein Spital eingeliefert.

Ein Messerangriff auf eine Frau in Bad Vöslau (Bezirk Baden) endete am Mittwoch tödlich für den Angreifer. Die Polizei gab Schüsse ab, der Beschuldigte erlag seinen Verletzungen. Die Partnerin des Mannes wurde schwer verletzt in ein Spital gebracht.

Gegen 13.15 Uhr alarmierten mehrere Personen die Einsatzkräfte, nachdem sie Hilfeschreie und einen Streit in einem Mehrparteienhaus wahrgenommen hatten. Die Beamten lokalisierten die betroffene Wohnung und fanden dort die schwer verletzte Frau vor. Der Mann soll mehrfach auf sie eingestochen haben.

Schusswaffengebrauch durch Polizei

„Im Zuge der Amtshandlung kam es zu einem Schusswaffengebrauch seitens der Polizei“, erklärte Polizeisprecher Johann Baumschlager. Ein Polizist dürfte mehrere Schüsse abgegeben haben. Der Verdächtige starb noch am Tatort.

Laut Medienberichten soll es sich bei dem Angreifer um einen 39-Jährigen handeln, die Frau soll 27 Jahre alt sein. Die Polizei machte am Mittwoch auf Anfrage vorerst keine Angaben zu Alter oder Nationalität der beiden Personen.

Ermittlungen laufen

Das Landeskriminalamt Niederösterreich (Bereich Leib/Leben und Assistenzbereich Tatort) übernahm die Ermittlungen. Am Mittwoch wurden Spuren gesichert, das Messer wurde sichergestellt.

Der Ablauf und der Schusswaffengebrauch werden von der Ermittlungs- und Beschwerdestelle Misshandlungsvorwürfe (EBM) erhoben und geprüft. Die EBM ist im Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) angesiedelt.

Hilfe für Betroffene: In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter 0800-222-555 (www.frauenhelpline.at), beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at, beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217 (www.gewaltschutzzentrum.at). Polizei-Notruf: 133.

Quelle: APA

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