Polizei forscht Verdächtige nach Gewaltaufrufen aus

Nach Aufrufen zu Plünderungen und Krawallen in der Halloween-Nacht hat die Polizei mehrere Verdächtige ausgeforscht.
Wegen in sozialen Medien verbreiteter Aufrufe zu Gewalt und Plünderungen von Luxusgeschäften in der Nacht auf Sonntag hat die Polizei mehrere Tatverdächtige ausgeforscht. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchsuchten Einsatzkräfte sechs Wohnungen in Wien und Niederösterreich, wie die Landespolizeidirektion Wien mitteilte. Vier Verdächtige zwischen 14 und 22 Jahren wurden zur Vernehmung vorgeführt.
Sichergestellt wurden mehrere Datenträger, zwei Schreckschusspistolen, eine Softgun, Munition und eine Machete. An den Durchsuchungen waren auch WEGA-Einsatzkräfte beteiligt. Grundlage bildeten Erkenntnisse des Wiener Landesamts Staatsschutz und Extremismusbekämpfung sowie der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst.
Ermittlungen gegen sechs Personen
Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt sechs Personen wegen verbrecherischen Komplotts, Aufforderung zu strafbaren Handlungen sowie Gutheißung strafbarer Handlungen. Unter den Verdächtigen ist ein Österreicher, die anderen stammen ursprünglich aus Nigeria, dem Irak und Russland. Sie gelten als Hauptverantwortliche für die Krawallaufrufe.
Ob die vier vernommenen Personen in Haft bleiben, war zunächst unklar. Ein fünfter Verdächtiger sitzt bereits wegen eines Eigentumsdelikts in einer Justizanstalt, das vermutlich nicht mit Halloween in Verbindung steht. Nach der sechsten Person, die namentlich bekannt ist, wird gefahndet.
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) kündigte an, die Polizei werde „rund um Halloween konsequent einschreiten, wann und wo es notwendig ist“.
Quelle: APA
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